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Neue Scandlines-Fähre kommt zum Jahresende nach Rostock

Rostock/Munkebo Neue Scandlines-Fähre kommt zum Jahresende nach Rostock

Im dänischen Munkebo hat die dänische Reederei ihre zweite Hybridfähre getauft / Sie ersetzt die „Kronprins Frederik“ auf der Linie Rostock – Gedser

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Taufpatin Sally Borrows mit Kapitän Christian Jensen, Scandlines-Chef Søren Poulsgaard Jensen, Werftenchef Thomas Andersen und Scandlines-Eigner Simon Borrows (v. l.)

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Rostock/Munkebo. In Fahrt ist sie noch nicht, aber zumindest schon getauft: Gestern hat die zweite neue Scandlines-Fähre im dänischen Munkebo ihren Namen erhalten – „Copenhagen“. Reederei-Chef Søren Poulsgaard Jensen ist erleichtert. Denn das 169 Meter lange Schiff ist endlich fertig – vier Jahre später als geplant.

Drei Ostseerouten

12 Scandlines-Fähren transportierten im vergangenen Jahr insgesamt 15 Millionen Passagiere, 3,3 Millionen Pkw, 900000 Frachteinheiten sowie 65000 Busse auf den Routen Puttgarden – Rødby, Rostock – Gedser und Helsingør – Helsingborg.

Gegründet wurde die Reederei Scandlines 1998, ihr Hauptsitz befindet sich in Hamburg.

„Es war interessant und manchmal auch frustrierend, Teil dieses Projekts zu sein“, sagt Poulsgaard Jensen. Alle hätten ihr Bestes geben müssen, um dieses Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen. Deshalb sei er unsagbar stolz, nun Gäste an Bord begrüßen zu können. 180 Besucher – Politiker, Lieferanten, Mitarbeiter – sind gestern Mittag dabei gewesen, als eine kleine Sektflasche an einem riesigen Pfeiler des Autodecks zerschellte. In den Pendelverkehr Rostock – Gedser ist die Hybridfähre allerdings noch nicht eingestiegen. Das wird sie vermutlich erst am Jahresende tun. „Bis dahin durchläuft sie ein großes Testprogramm“, berichtet Anette Ustrup Svendsen, Pressesprecherin von Scandlines. Die Probefahrt sei für Ende November geplant. Dabei werde die Manövrierfähigkeit getestet – unter normalen und extremen Situationen. Die „Berlin“, das baugleiche Schwesternschiff der „Copenhagen“, ist seit Ende Mai auf der Ostseeroute im Einsatz. Beide Schiffe sollten bereits 2012 in Dienst gestellt werden. Doch die später in die Insolvenz gerutschte P+S-Werft in Stralsund, die 2010 mit dem Bau der Fähren begonnen hatte, lieferte sie zu schwer ab. Bei Niedrigwasser hätten die Schiffe nicht in den dänischen Hafen einlaufen können. Darum sind sie in der dänischen Fayard-Werft abgespeckt und fertiggestellt worden. Die befindet sich in der Nähe der Hafenstadt Odense, wo der Dichter Hans Christian Andersen zu Hause war, der die Geschichte vom hässlichen Entlein verfasste. Mit Blick auf die „Copenhagen“ veranlasste das Werften-Chef Thomas Andersen zu einem Vergleich:

Auch die Fähre musste viel durchmachen, entwickelte sich am Ende aber „zu einem schönen Schwan“.

Im Inneren des Neubaus wird der traditionelle Dieselantrieb mit einem elektrischen Batterieantrieb kombiniert. „Die Schifffahrt wird noch klimafreundlicher“, sagt Ralf Nagel vom Verband Deutscher Reeder. Mit effizienteren Motoren, weniger Abgasen und Flüssiggas als Brennstoff sei die Reederei Scandlines auf dem richtigen Kurs.

Die „Copenhagen“ löst die „Kronprins Frederik“ ab und wird wie die „Berlin“ im Zwei-Stunden-Takt zwischen Rostock und Gedser pendeln. 460 Autos oder 96 Lkw sowie 1300 Menschen passen auf das Schiff. Damit wird sich die Kapazität mehr als verdoppeln.

Mit der „Berlin“ verzeichnet die Reederei eine gute Frachtbilanz – nach holpriger Startphase. Wegen fehlender Sicherheitszertifikate verzögerte sich die geplante Indienststellung nach der Taufe um einige Wochen – auf Ende Mai. Dann war die Krängungsanlage, die die Neigung des Schiffes verhindert, nicht richtig eingestellt. Das führte beim Be- und Entladen zu Verzögerungen. Ende Juli musste ein 2,5 Zentimeter langer Riss, durch den Wasser in den vorderen Ballasttank eingedrungen ist, repariert werden. Das Leck entstand in Gedser, als das Schiff beim Einlaufen leicht gegen eine Rampe stieß.

Kerstin Schröder

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