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MV aktuell Neuer Chef für die Überwachung der Ostsee
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20:51 05.11.2018
Hohe Düne: Chefwechsel in der Verkehrszentrale des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Stralsund (WSA) in Warnemünde: Philipp Wiedemann (36, links) wird Leiter der Zentrale und übernimmt von Max Dolberg (52). Quelle: Dietmar Lilienthal
Warnemünde

1400 Kilometer Küstenlinie. 860 Kilometer betonntes Fahrwasser. 120 Kilometer Binnenwasserstraßen. Insgesamt acht Wasserfahrzeuge – vom Tonnenleger bis zum Peilschiff. 24 Mitarbeiter – Nautiker vom Dienst und nautische Assistenten. 1200 Tonnen. Und die Oberaufsicht über alle Wasserfahrzeuge auf der Ostsee von der polnischen Grenze bis zum Leuchtturm Buk bei Kühlungsborn – inklusive Ausschließliche Wirtschaftszone, Ansteuerung der Häfen und Kadetrinne. Das Seegebiet zwischen Fischland-Darß-Zingst und der dänischen Insel Falster gilt immerhin als das schwierigste und gefährlichste Fahrwasser der gesamten Ostsee.

Philipp Wiedemann, der neue Chef in der Verkehrszentrale (VKZ) Warnemünde, hat ein ziemlich großes Revier. Und jede Menge Aufgaben: Verkehrsinformation wie zum Beispiel stündliche Lagemeldungen erstellen, Hinweise und Warnungen an die Schifffahrt herausgeben, den Verkehr auf der Ostsee und den Binnenwasserstraßen regeln, Umweltgefahren erkennen, Falschfahrer und Raser zur Verantwortung ziehen, über Wasserstände, Wind und Sichtverhältnisse informieren. Und das alles rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr.

Wiedemann fühlt sich gerüstet

Doch Wiedemann fühlt sich gut gerüstet. Der 36-Jährige aus Cuxhaven kennt die Ostsee gut, ist selbst als Nautiker auf Containerschiffen, Tankern und Schleppern gefahren. „Später habe ich als Sachverständiger für Ladungssicherung gearbeitet“, erklärt er. „Und seit 2014 bei der Verkehrszentrale Cuxhaven – bei Elbe-Traffic – als Nautiker vom Dienst.“ Er freue sich auf seine neuen Aufgaben, habe gerade eine kleine Wohnung in Rostock bezogen. Zudem steht der Umzug der Verkehrszentrale an: In wenigen Wochen sollen die Verkehrslenker ihr übergangsweise seit März genutztes Domizil im Erdgeschoss des Turmes Hohe Düne verlassen und zurück in die dann rundum sanierten Räume im Obergeschoss einziehen.

Wiedemann übernimmt die Leitung von Max Dolberg (52), der seinen Nachfolger in den kommenden Wochen einarbeiten wird. Besondere Herausforderungen: Die zahllosen Sportboote im Sommer, die ständig wachsende Zahl von Kreuzlinern, der dichte Verkehr während Hanse Sail und Cruise Days, Eis und schlechtes Wetter im Winter, erklärt Max Dolberg.

Wachwechsel am 1. Dezember

Offizieller Termin des Wachwechsels: 1. Dezember. Danach werde Dolberg, gebürtiger Warnemünder und seit fast 20 Jahren beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA), wieder für die Aus- und Weiterbildung der rund 200 Nautiker der insgesamt neun Verkehrszentralen an Nord- und Ostsee sowie am Nord-Ostsee-Kanal zuständig sein. Denn: In Warnemünde werden sämtliche Nautiker der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter entlang der deutschen Küsten geschult. „Rund 100 Nautiker vom Dienst und nautische Assistenten durchlaufen jährlich unsere Schulungen“, erklärt Dolberg. Der unter anderem auch seinen Nachfolger Wiedemann ausgebildet hat.

Die Verkehrszentralen benötigten „erfahrene, praxiserprobte Leute“, die auch in Krisensituationen Herr der Lage bleiben, erklärt Holger Brydda, Leiter des WSA Stralsund und damit Chef von Wiedemann und Dolberg. Leider sei der Kampf um Nautiker, die an Land arbeiten wollen, in den letzten Jahren immer härter geworden, betont Brydda: „Wir stehen in wachsender Konkurrenz mit Versicherern, Lotsen, Speditionen.“ Und: „Immer weniger Schiffe fahren unter deutscher Flagge.“

Thomas Luczak

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