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Neues Amt: Vorpommern nörgeln

Stralsund Neues Amt: Vorpommern nörgeln

Kommunalpolitiker reagieren skeptisch auf den neuen Staatssekretär Dahlemann

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Neues Amt für Patrick Dahlemann (SPD)

Quelle: dpa

Stralsund. Freude sieht anders aus: Die zwei führenden Verwaltungschefs des Landkreises Vorpommern-Rügen haben verhalten auf die bevorstehende Ernennung des neuen Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) reagiert. Dahlemann muss nun in der Region verloren gegangenes Vertrauen in die Landesregierung zurückerarbeiten.

Als Landrat habe er bisher mit dem Ministerpräsidenten und den Ministern direkt reden können, sagte der Kreischef von Vorpommern-Rügen, Ralf Drescher (CDU). Er erwarte, dass der direkte Weg in die Staatskanzlei und Ministerien durch die neue Funktion nicht versperrt werde. Aber: „Wir reden selbstverständlich mit Herrn Dahlemann.“

Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) hat bereits eine konkrete Aufgabe für Dahlemann parat: „Er sollte dafür sorgen, dass die Finanzhilfen, die der Bund den Kommunen zur Verfügung stellt, auch wirklich hier ankommen.“ Wenn ihm dies gelinge, könne Dahlemann auch „sein Jahresgehalt von rund 160000 Euro rechtfertigen“, sagte Badrow spitz. „Das sind Steuergelder, aber vielleicht holt er die durch seine Arbeit ja wieder herein.“ Die Gefahr, dass Dahlemann direkten Gesprächen der Stralsunder Stadtverwaltung mit der Landesregierung im Weg steht, sieht Badrow nicht.

Die Forderung, einen nur für Vorpommern zuständigen Staatssekretär zu etablieren, hatte im Wahlkampf die CDU erhoben. Aus Sicht vieler Unionsmitglieder habe Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) diese Idee mit der Besetzung des Postens durch Dahlemann für sich instrumentalisiert.

Der CDU war es daraufhin in den Koalitionsverhandlungen noch gelungen, einen Stellvertreter für Dahlemann aus den eigenen Reihen durchzusetzen. Diesen Job soll der Christdemokrat Bernd Schubert (61) aus Ducherow (Vorpommern-Greifswald) übernehmen. Schubert war Landtagsabgeordneter, hatte aber den Wiedereinzug ins Parlament verpasst. Kritik gibt’s am Sitz des Staatssekretärs in Anklam. Denn die kommunalen Spitzen Vorpommerns säßen in den Kreisstädten Stralsund und Greifswald, so Drescher. Beschwerden kamen von Linkenfraktionschefin Simone Oldenburg. Ein Staatssekretär für Vorpommern sei reine Symbolpolitik von SPD und CDU. M. Rathke/B. Fischer

OZ

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