Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Neues Polarium ohne Vilma – Eisbärin starb in Dänemark

Rostock Neues Polarium ohne Vilma – Eisbärin starb in Dänemark

Trauer in Rostock / Die Mutter von Publikumsliebling Fiete verendete gestern plötzlich im Zoo Aalborg / Das 13-jährige Tier sollte 2018 in die Hansestadt zurückkehren

Rostock. Eisbärin Vilma ist tot. Die Mutter des Rostocker Zoolieblings Fiete starb gestern im dänischen Zoo Aalborg. Pfleger hatten am Vormittag beobachtet, dass sich das Tier kaum bewegen konnte und sehr lethargisch wirkte. Der Zustand verschlechterte sich zusehends, und am Nachmittag lag Vilma tot auf der Anlage.

In Rostock löste die Nachricht große Trauer aus. Zoodirektor Udo Nagel reagierte äußerst betroffen. „Wir haben großes Vertrauen in unsere Kollegen in Dänemark. Wir wissen, dass sie, wie unsere Tierpfleger auch, alles in ihrer Macht Stehende getan haben, damit es Vilma gut geht. Auch deshalb ist unsere Bestürzung so groß.“

Erst vor zwei Wochen war Vilma komplikationslos von Rostock nach Aalborg umgezogen. Hier traf die 13-jährige Bärin auch ihren früheren Gefährten Lars (22) wieder, der seit April 2015 dort lebt und mit dem sie zwei Eisbärenkinder hat: Anori (2012, Zoo Wuppertal) und Fiete (2014, Zoo Rostock). Das Wiedersehen des Paares beschrieben die dänischen Tierpfleger als sehr harmonisch. Der plötzliche Tod der noch jungen Eisbärin sei ihnen ein Rätsel. Eine Untersuchung des Tieres soll nun Aufklärung bringen.

Vilma sollte nach Fertigstellung des Polariums in den Rostocker Zoo zurückkehren, in dem sie 2002 geboren wurde. 2018 soll die weitläufige Bärenanlage eröffnet und eine moderne Heimat für Eisbären und Pinguine werden. Während der zweijährige Fiete, der ins ungarische Sosto abgegeben wurde, nicht wieder heimkehrt, besteht für seine Großmutter Vienna (27) eine Rückkehroption aus dem französischen La Palmyre. Der Tod der Eisbärin Vilma sei für den Rostocker Zoo ein Riesenverlust, die Mitarbeiter seien sehr traurig, sagte eine Zoosprecherin.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook reagierten viele Nutzer entsetzt auf die Nachricht aus Dänemark. „Sie ist sicher an gebrochenem Herzen gestorben. Man hätte sie und Fiete nicht trennen dürfen“, meint zum Beispiel Janina Kuhrts. „Auch in der Natur hätte sich Vilma bald von ihrem Nachwuchs getrennt. Woran sie gestorben ist, finden wir hoffentlich bald heraus“, lautet die Antwort aus dem Zoo.

Mehrere Facebook-Nutzer meinen, „einen alten Baum verpflanzt man nicht“. Dazu bemerkt der Zoo: „Vilmas Umzug nach Aalborg war nicht ihre erste Reise. Sie ist in Rostock geboren, hat zwischendurch in Wuppertal gelebt und ist dann nach Rostock zurückgekehrt. Zudem hat sie den Transport, der jetzt schon einige Tage zurückliegt, gut überstanden.“ Zudem sei die Eisbärin noch nicht alt. „Vilma hatte ein tolles Leben, dank der Pfleger im Zoo. Ich bin sicher, dass alles getan wurde – zu stolz ist man auf diese Eisbären. So wird das Polarium auch ein kleines Denkmal für unsere Eisbärin“, schreibt Silvio Prepernau.

Doris Kesselring

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Patrick Dahlemann (SPD) soll sich als Parlamentarischer Staatssekretär den Problemen Vorpommerns widmen

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus MV aktuell
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.