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MV aktuell Neun Jahre Haft nach tödlicher Messerattacke
Nachrichten MV aktuell Neun Jahre Haft nach tödlicher Messerattacke
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00:00 16.04.2016

. Weil er noch immer ein Foto von seiner Ex auf dem Handy hatte, bekam ein Greifswalder Stress mit seiner Freundin und stach die 36-Jährige nach einem heftigen Streit nieder. Für die tödliche Messerattacke hat das Landgericht Stralsund den 42-Jährigen gestern wegen Totschlags zu neun Jahren Haft verurteilt. Außerdem ordnete es eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der damals sturzbetrunkene Mann im November 2015 seine Lebensgefährtin gewürgt und mit 23 Messerstichen getötet hatte. Der Mann habe dabei mit großem Vernichtungswillen gehandelt. Mit dem Urteil blieb das Gericht nur knapp hinter der Forderung von Staatsanwaltschaft und Nebenklage zurück, die zehn Jahre Gefängnis gefordert hatten. Die Verteidigung hatte lediglich auf Körperverletzung mit Todesfolge plädiert und auf drei Jahre und neun Monate Haft plädiert.

Der Mann hatte vor Gericht ein Teilgeständnis abgelegt und zugegeben, dass es zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Er sagte, dass er sich an die Messerstiche selbst nicht erinnern könne, bot aber der Schwester der Getöteten eine Entschuldigung an. Die Schwester, die als Nebenklägerin am Verfahren teilnimmt, lehnte eine Entschuldigung ab.

Auslöser der Auseinandersetzung war offenbar ein Foto der Ex-Freundin des Angeklagten, das seine Lebensgefährtin auf dessen Handy entdeckt hatte. Die beiden hatten zuvor gemeinsam Alkohol getrunken.

Nach der Tat wurde bei dem Mann ein Alkoholwert von 2,6 Promille festgestellt.

Zugunsten des Angeklagten wertete das Gericht sein emotionales Teilgeständnis, zu dessen Lasten sein von „sinnlosen Gewalttaten geprägtes Vorleben“.

Kennengelernt hatte sich das Paar im Mai 2015 bei einer Entziehungskur in einer Greifswalder Einrichtung.

Von Martina Rathke

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