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MV aktuell „Nie wieder DSDS“: Wismarerin ist in Köln ausgestiegen
Nachrichten MV aktuell „Nie wieder DSDS“: Wismarerin ist in Köln ausgestiegen
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00:05 29.09.2016

„Ich wusste um den schlechten Ruf, aber dass es so krass ist, hätte ich nicht gedacht. Trotzdem war es interessant.“ Doch für Laura Rieck steht fest: „Nie wieder DSDS! Ich würde das keinem empfehlen.“

Die 21-jährige Wismarerin hat den Stecker gezogen. Dabei hatte es für die Ergotherapeutin, die bei den Wismarer Werkstätten arbeitet, beim ersten Casting in Hamburg so gut begonnen. „Liebe Laura, herzlich willkommen im Jurycasting-Workshop ,Deutschland sucht den Superstar 2017’! Du bist den ersten Schritt erfolgreich gegangen und bist deinem Traum ein großes Stück nähergekommen“, wurde ihr mitgeteilt.

Laura, einige Jahre Poeler Rapskönigin, sportlich, an den Dingen des Alltags von Politik bis Tierschutz interessiert, singt auf Hochzeiten und modelt gerne. Beim DSDS-Casting in Hamburg Anfang September „habe ich aus Jux und Dallerei mitgemacht. Ich wurde respektvoll behandelt.“ Nach fünf Songs stand fest: Laura ist in der nächsten Runde.

„Ja, ich habe mich auf Köln gefreut.“ Frida Golds „Wovon sollen wir träumen“, „Price Tag“ von Jessie J und Caro Emeralds „Stuck“ waren einstudiert. Die Hotelkosten wurden übernommen, Laura hatte nach Hamburg das Gefühl, der Workshop sei für sie nur eine Durchgangsstation zum Jurycasting – der dritten Station. Doch stundenlanges Warten und die Umstände raubten ihr den Spaß, wie sie erzählt.

Nur eine Toilette, die nicht einmal sauber gewesen sei, es habe nur Wasser aus einem Automaten gegeben. „Bei Fragen nach einem Kaffee wurden wir ausgelacht“, kalte Lagerhalle, die Kandidatenbetreuerin habe ständig am Handy gehangen. Gegen 20 Uhr ist der Wismarerin der Kragen geplatzt. „Ich habe mir die Nummer vom Bauch gezogen und gesagt, nach so einer Warterei kann ich nicht mehr gefühlvoll singen, höchstens Rammstein, ,Mein Teil’.“ Laura, die mit Freund Florian in Köln war, hat sich nicht umstimmen lassen und ging. Dennoch: Laura bereut es nicht, mitgemacht zu haben, bucht es unter Lebenserfahrung ab. Am 16. Oktober singt sie die Nationalhymne beim Nachwuchswettbewerb im Volleyball-Bundespokal in Schwerin. The Show must go on. Der Beruf, so Laura, hat ohnehin Vorrang.

Heiko Hoffmann

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