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Nordosten wird sicherer: Weniger Straftaten, mehr Aufklärung

Schwerin Nordosten wird sicherer: Weniger Straftaten, mehr Aufklärung

Mecklenburg-Vorpommern ist sicherer geworden. Die Zahl der Straftaten sinkt seit Jahren, wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2012 hervorgeht, die Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Dienstag in Schwerin vorstellte.

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Lorenz Caffier stellte Kriminalstatistik 2012 vor. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv

Schwerin. Im vorigen Jahr wurden demnach im Land insgesamt 126 677 Straftaten registriert, 1749 (1,4 Prozent) weniger als 2011. Damit war die Zahl der Delikte laut Innenministerium auf dem niedrigsten Stand seit 1990. Abgenommen haben insbesondere Diebstähle sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte.

Seit 2008 gebe es auch weniger Gewaltkriminalität - die Zahl der Delikte sank 2012 um 71 Fälle auf 7749 Straftaten pro 100 000 Einwohner. Die Aufklärungsquote erhöhte sich geringfügig von 58,4 Prozent 2011 auf 58,5 Prozent im vergangenen Jahr. 74 108 Straftaten wurden aufgeklärt. Am höchsten war die Aufklärungsquote mit 96,2 Prozent bei Straftaten gegen das Leben. Deren Zahl sank von 78 im Vorjahr auf 53 Fälle, darunter zwei Morde und acht Mordversuche. Die Zahl der Fälle von Mord und Totschlag sind Caffier zufolge in den vergangenen zehn Jahren etwa auf dem gleichen Niveau geblieben.

Zugenommen haben allerdings Gewalttaten gegen Polizeibeamte und Angehörige von Rettungsdiensten - ihre Zahl erhöhte sich seit 2011 von 384 auf 437 Straftaten.

Die Internetkriminalität hat nach Angaben des Direktors des Landeskriminalamtes, Ingolf Mager, bis 2011 stark zugenommen, dann aber auf hohem Niveau stagniert. Dazu gehörten Delikte wie Betrug, Beleidigung oder Sexualstraftaten. Einen erheblichen Anstieg habe es bei der Computerkriminalität, etwa dem Ausspähen von Daten, gegeben. Auch die Rauschgiftkriminalität habe 2012 zugenommen, allerdings gebe dabei es seit Jahren eine Wellenbewegung, erläuterte Mager. Angestiegen sei 2012 auch der Diebstahl von Solaranlagen, nicht aber der Buntmetalldiebstahl.

Die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger ist laut Caffier im Vorjahr um 92 auf 3711 gestiegen. Sie hätten einen Anteil von 7,8 Prozent an allen Tatverdächtigen (47 368). Bundesweit habe der Wert 2011 bei 22,9 Prozent gelegen. Die Anzahl der polnischen Tatverdächtigen sei um 89 auf 894 zurückgegangen. Nichtdeutsche Verdächtige seien in allen Landesteilen gleichermaßen aktiv. In der Grenzregion Vorpommern-Greifwald liege ihr Anteil bei 10,9 Prozent.  

Bei der Aufklärung von Straftaten liegt Mecklenburg-Vorpommern Caffier zufolge bundesweit mit an der Spitze. Die Polizeistrukturreform habe dabei zu keinem Bruch geführt, sagte er. Es gebe Bundesländer mit einer Aufklärungsquote von unter 50 Prozent. Im Bundesdurchschnitt lag sie 2011 bei 54,7 Prozent.  

dpa

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