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OZ-Leser: Steuergeld für Werften richtig

Rostock OZ-Leser: Steuergeld für Werften richtig

Aktuelle Umfrage der OSTSEE-ZEITUNG: Bei Finanzhilfe für Hansa sind die Befragten geteilter Meinung.

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Rostock. Rückenwind für die Schiffbauindustrie: Die Leser der OSTSEE-ZEITUNG wollen, dass die Werften in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin mit Steuergeldern unterstützt werden.

In einer aktuellen OZ-Umfrage sprechen sich 68 Prozent von 811 Befragten für weitere Finanzspritzen aus. Damit stimmen sie dem Kurs der Landesregierung zu. Diese will die Bürgschaften für die Werften um 100 Millionen Euro aufstocken, auf 300 Millionen Euro. So sieht es der Haushaltsentwurf 2014/2015 vor, den Finanzministerin Heike Polzin (SPD) unlängst präsentiert hat. Nur 17 Prozent der von der OZ Befragten lehnen eine solche Förderung ab, 15 Prozent sind in dieser Frage unentschlossen.

Das Umfrage-Ergebnis sei ein klares und Mut machendes Signal, befindet Reinhard Lüken, Hauptgeschäftsführer beim Verband Schiffbau und Meerestechnik mit Sitz in Hamburg. „Das ist großartig. Die Umfrage zeigt überraschend deutlich, dass die Menschen an der Küste sehr genau wissen, was sie an dieser Branche haben.“ Die Bevölkerung wisse gut einzuschätzen, dass die Schiffbauer auf einem hart umkämpften Weltmarkt tätig sind und unterstütze daher finanzielle Hilfen. Das sei in anderen Teilen Deutschlands ganz anders. „In Süddeutschland haben die Menschen davon keine Ahnung und deshalb ist auch die Politik in Berlin nicht so überzeugt, wie wir es gern hätten“, bedauert Lüken. Die Schiffbau-Branche aber sei eine, um die es sich zu kämpfen lohne.

Beim Fußballverein FC Hansa Rostock sind sich die Teilnehmer der OZ-Umfrage uneins. 278 von 811 Befragten antworten auf die Frage, ob der Verein mit Steuergeldern unterstützt werden soll, mit „Ja, absolut“ oder „Eher ja“, 145 sind unentschlossen, 315 kreuzten „Eher nein“ oder „Nein, absolut nicht“ an. Das Ergebnis bewertet Hansa-Vorstandschef Michael Dahlmann dennoch positiv. „Ich freue mich, das so viele der Befragten es gut finden, wenn dem FC Hansa geholfen wird. Wenn so viel Prozent der Leute aus dem Land auch ins Stadion kommen würden, wär‘ das gut.“

Er betont aber auch, dass es bislang lediglich eine Finanzspritze für seinen Verein gegeben habe. „Wir haben genau einmal Hilfe bekommen in Form einer Stundung und dadurch, dass die Stadt ein Vereinsgelände in Evershagen von uns gekauft hat. Das war alles und dafür sind wir dankbar. Das war eine ganz tolle Hilfe“, so Dahlmann.

Eine deutliche Absage der OZ-Leser gibt es für Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) als Endlager für Atommüll anderer Bundesländer. 88 Prozent der Befragten lehnen es rigoros ab, dass der Abfall deutscher Atommeiler an der Küste gelagert wird. Nur 7 Prozent (53 der 811 Befragten) würden dem zustimmen. Von 673 Umfrage-Teilnehmern gibt es ein Nein. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) sieht sich durch die Umfrage in seinem Nein zum Endlager Lubmin bestärkt. „Das ist eine klare Bestätigung der eindeutigen Haltung der Landesregierung und des Landtags. Wir sind nicht bereit, den Atommüll aus den westdeutschen Atomanlagen aufzunehmen.“

 

Antje Bernstein

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