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MV aktuell OZ-Projekt „Medien an der Schule“ startet
Nachrichten MV aktuell OZ-Projekt „Medien an der Schule“ startet
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00:00 29.09.2018
Rostock

Wenn schon viele Eltern durch den medialen, vor allem digitalen „Dauerregen“ überfordert und überreizt sind, wie soll dann der Nachwuchs mit News und Fake News und „Falltüren“ wie Social Bots, zurechtkommen? Wie sollen Kinder und Jugendliche im Strom von Zeitungen, sozialen Netzwerken, Radio und Fernsehen noch zwischen Wahrheit, Fakten und Meinungen unterscheiden? Die Antwort ist einfach: Man muss ein wenig Ahnung haben, wie Nachrichten – egal ob in analogen oder digitalen Medien – entstehen, filtriert, aufgearbeitet und veröffentlicht werden.

Sabine Schouten Quelle: Foto: Klaus Amberger

Man sollte sich generell aus mehreren Quellen informieren und bestenfalls mal selbst ausprobieren, handwerklich sauber ein Thema zu recherchieren. Und genau an dieser Stelle setzt seit gut 25 Jahren die OSTSEE-ZEITUNG an – mit ihrem Zeitungsprojekt, das bislang „Zeitung in der Schule“ (Zisch) und künftig „Medien an der Schule“ (Mads) heißt. „Zeitung ist gut für Schüler, weil sie Textsorten erkennen, wie Bericht oder Reportage. Dazu gibt es gleich aktuelle Beispiele in den aktuellen Ausgaben der Zeitung“, sagt Gabriele Rose, Lehrerin am Gymnasialen Schulzentrum in Barth. Neben der Lektüre der OZ haben ihre Schützlinge in den vergangenen Jahren viele Kommentare geschrieben oder etwa zum Punkt gesunde Ernährung recherchiert. Selbstredend, dass die jungen Leute dafür nicht nur mit Stift und Block arbeiten, sondern genauso mit Smartphone und Internet. Deshalb werden in der neuen Projekt-Saison die Mads-Schüler neben den Papier-Ausgaben der OZ auch E-Paper-Zugänge erhalten.

Doreen Fityka und Mailin Hinzmann gehen in die 8. Klasse in der Regionalen Schule in Dassow (Nordwestmecklenburg). Beide Schülerinnen kennen das Medien-Projekt aus eigener Erfahrung. „In diesem Jahr wollen wir etwas zum Thema Berufswahl machen – das beschäftigt uns sehr“, sagt Doreen. Mailin berichtet, dass sie mit der Zeitung ihre Lesefähigkeit trainiert hat. „Und wir haben viel über Ereignisse in der Region und in der Welt erfahren“, so die 14-Jährige. Junge Leute von der 7. bis zur 12. Klasse von Regionalen Schulen und Gymnasien können beim Projekt dabei sein. Ab November erscheint einmal wöchentlich eine Mads-Seite (auf Papier und online). Dort steht beispielsweise ein Interview von den Schülern aus Dassow (Nordwestmecklenburg) oder ein Bericht von einem Besuch auf einem Aida-Schiff inklusive selbst fotografierter Bilder. „Es geht darum, Nachrichten und Geschichten in ihrer Bandbreite verstehen zu lernen und einordnen zu können“, sagt Sabine Schouten von der Raufeld Medien GmbH, die das Vorhaben betreut. Für OZ-Chefredakteur Andreas Ebel ist das Engagement elementar für unsere Gesellschaft: „Wir brauchen junge Leute, die kritisch durchs Leben gehen, die informiert sind und für die es nicht nur Schwarz und Weiß gibt.“Anmeldung fürs Mads-Projekt: www.mads.de ☎ 0800 / 50 52 478 (gebührenfrei)

Klaus Amberger

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