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MV aktuell Oktober versöhnt Hoteliers nach Regen-Sommer
Nachrichten MV aktuell Oktober versöhnt Hoteliers nach Regen-Sommer
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00:00 21.10.2017
Rostock

Die Tourismusbranche im Land setzt nach dem eher schwachen Sommer auf einen starken Herbst: Mit dem Beginn der Ferien unter anderem in MV und in Nordrhein-Westfalen werden die Hoteliers im Land noch einmal viele tausend Urlauber begrüßen. Nach den Rückgängen im Juli und wohl auch im August könnte der Oktober damit endlich wieder einen Zuwachs bringen.

„Im Oktober 2016 hatten wir 2,6 Millionen Übernachtungen, das ist dieses Jahr wieder drin“, zeigt sich Tobias Woitendorf, Sprecher des Landestourismusverbandes, optimistisch. „In den Herbstferien kommen meist viele Spontanurlauber, weil sie wissen, dass es noch freie Kapazitäten gibt. Und das gute Wetter der vergangenen Tage wird wohl auch seinen Teil dazu beitragen.“

In manchen Bundesländern hatten die Herbstferien schon Anfang des Monats begonnen. Die Zwischenbilanz des Oktobers falle ganz gut aus, so Woitendorf: „Die Zimmerbelegung in den letzten Wochen war in Ordnung. Für viele Hoteliers ist das Balsam nach dem durchwachsenen Sommer.“

Das bestätigt etwa Andreas Fath, Direktor des Dorint Hotels in Wustrow auf dem Fischland: „Wir rechnen für den Oktober mit einer Auslastung von 80 Prozent nach 75 Prozent im vergangenen Jahr.

Damit bin ich zufrieden, auch wenn das die Delle vom Sommer nicht ausgleichen kann.“

Auch Thomas Krüger, Direktor des Ifa-Rügen Hotel & Ferienpark in Binz, gibt sich entspannt: „Der Vorbuchungsstand ist sehr gut, im Vergleich zum Vorjahr konnten wir Zuwächse registrieren.“ Wie im Sommer seien in den Herbstferien besonders viele Familien mit Kindern zu Gast, sagt Krüger.

Die Branche profitiert von einem kleinen Sondereffekt: Der Reformationstag am 31. Oktober ist wegen des 500. Jubiläums der Reformation in diesem Jahr auch in überwiegend katholischen Ländern Feiertag. „Dadurch haben wir einige zusätzliche Buchungen aus Süddeutschland“, sagt Silke Greven, Sprecherin des Hotels Neptun in Warnemünde. „Viele nehmen dafür den 30. als Brückentag, wie auch schon am 2. und 3. Oktober.“

Insgesamt verzeichne das Neptun allerdings in diesem Monat einen leichten Rückgang: „Viele Urlauber aus Deutschland wollten nach dem Zickzack-Sommer wohl wenigstens im Herbst noch mal die Sonne sehen und fliegen in den Süden“, glaubt Greven.

Sorgen macht der Branche die Baustellensituation im Land. Nachdem im Sommer schon die Petersdorfer Brücke auf der A 19 für Staus gesorgt hatte, ist jetzt noch die drohende Vollsperrung der A 20 bei Tribsees dazugekommen. „In den Herbstferien machen viele Urlauber eine Kurzreise, da fallen An- und Abreise stärker ins Gewicht“, sagt Woitendorf. Dennoch hoffe er, dass der Herbst die Bilanz des Tourismusjahres 2017 aufhellen kann. „Aber es wird schwer, die Zahlen des Rekordjahres 2016 wieder zu erreichen.“ Seite 6

Axel Büssem

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