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MV aktuell P+S-Werften: Bund will sich an Bürgschaften beteiligen
Nachrichten MV aktuell P+S-Werften: Bund will sich an Bürgschaften beteiligen
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03:46 13.07.2013
Die erste von zwei Fähren für die dänische Reederei DFDS liegt vor der Halle der P+S-Werft Volkswerft in Stralsund. Quelle: dpa
Stralsund

Der Bund hat gestern Gespräche über eine Beteiligung an Bürgschaften für die Werften in MV bestätigt. „Alle Seiten zielen auf eine gute und baldige Lösung, die den Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt und ein ausreichendes Volumen zur Verfügung stellen wird“, sagte ein Regierungssprecher gestern in Berlin. Angaben zur Höhe einer möglichen Beteiligung des Bundes wurden nicht gemacht.

Bislang stellt das Land 200 Millionen Euro bereit, um künftig für Schiffbaufinanzierungen in MV zu bürgen. Das Land erwartet, dass sich der Bund in gleicher Größenordnung beteiligt. Darauf zielten die Gespräche, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium in Schwerin. Nach der Pleite der P+S-Werften hat das Land laut Finanzministerium bereits rund 280 Millionen Euro für fällige Bürgschaften gezahlt, obwohl die Sicherheitenverwertung der insolventen Werften noch nicht abgeschlossen ist. Um den Zinslauf der Bankenkredite zu stoppen, seien 189,55 Millionen Euro als Abschlagszahlungen an Banken gegangen, wie ein Sprecher sagte. Weitere 90 Millionen Euro gingen für ein ausgezahltes Darlehen und Rettungsbeihilfedarlehen an das Landesförderinstitut, das die Kredite zum Großteil über den Kapitalmarkt refinanziert hatte. Von dieser Summe würden jedoch 35 Millionen Euro vom Bund an das Land zurückgehen, weil sie durch den Bund rückversichert seien. Für die Werft in Stralsund mit einst rund 1200 Beschäftigten fehlt weiter ein Käufer. Der Stand sei unverändert, ließ Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann erklären. Mitte Juni hatte Brinkmann zwar Fortschritte konstatiert. Ein belastbares Kaufangebot für die Kompaktwerft liegt aber nicht vor. Mit dem Einstieg des Bundes in die Bürgschaften könnten sich die Verkaufschancen verbessern, da ein Großteil des vom Land zugesagten Bürgschaftsrahmens von den Nordic-Werften beansprucht wird.

Nach Angaben des Landes liegt der maximale Ausfallbetrag des Landes durch die Pleite der P+S-Werften bei 271,1 Millionen Euro. Der Betrag könnte sich durch den Verkauf der beiden, einst für Scandlines gebauten und nicht übernommenen Großfähren, aber noch reduzieren. Die Fähren liegen am Ausrüstungskai in Stralsund. Laut Insolvenzverwalter gibt es dafür mehrere Interessenten.

OZ

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