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MV aktuell Poker um Stralsunder Volkswerft beginnt von vorn
Nachrichten MV aktuell Poker um Stralsunder Volkswerft beginnt von vorn
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02:25 24.03.2014

Alles zurück auf Los: Im Verkaufspoker um die insolvente Volkswerft in Stralsund melden sich die ehemaligen Interessenten zurück. Wie die OSTSEE-ZEITUNG aus gut informierten Verhandlungskreisen erfuhr, ist die deutsch-russische Nordic-Werftengruppe mit Sitz in Wismar und Warnemünde erneut ins Verfahren eingestiegen. Teilnehmer berichten von der Wiederaufnahme intensiver Gespräche zwischen Werften- Eigner Witalij Jussufow, Nordic- Geschäftsführer Jürgen Wollny und Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann.

Ende Januar hatte Brinkmann das seinerzeit vorgelegte Angebot von Nordic nach eigener Aussage „bewusst nicht angenommen“, weil das Konzept für den Weiterbetrieb der Werft nicht ausreichend gewesen sei. Brinkmann sagte damals: „Ich werde nicht zulassen, dass die Werft in Stralsund zu einer Reserve-Werkbank für Nordic wird. Dann warte ich lieber auf einen ganz anderen Interessenten.“ Spätestens Ende Juni muss die Werft verkauft sein. Dann läuft die Arbeit an zwei Spezialfähren für die dänische Reederei DFDS aus.

Nordic hatte Anfang Februar erklärt, nicht mehr zu den Bietern zu gehören. Die Werften-Gruppe hatte zuvor drei Millionen Euro für den Schiffbaubetrieb sowie Standort-Investitionen von 15 Millionen Euro geboten. Zudem wollte das Unternehmen in Stralsund mit bis zu 250 Mitarbeitern starten — offenbar zu wenig für Brinkmann und den Hauptsicherungsgläubiger, das Land Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem die beiden Scandlines-Fähren auch nicht an Nordic, sondern an Scandlines verkauft worden waren, herrschte zwischenzeitlich vollends Eiszeit. Nun scheint Tauwetter einzusetzen. Ein neues Angebot liegt allerdings noch nicht vor. „Das wurde seitens der Insolvenzverwaltung auch noch nicht angefragt“, hieß es aus Verhandlungskreisen.

Ebenfalls unermüdlich um die Volkswerft bemüht ist nach OZ-Informationen der Windkraft-Investor New Global Wind. Die Hamburger, denen es bislang nicht gelungen ist, einen eigenen Finanzierungsnachweis vorzulegen, versuchen, finanzkräftige Investoren durch Führungen über das Werftgelände als Geldgeber zu gewinnen.

Unterdessen intensiviert der Insolvenzverwalter seine Bemühungen in Richtung Tatarstan. Eine russische Staatsholding der autonomen, wohlhabenden Republik hatte erst auf Druck des Kremls im Herbst 2013 ihr Angebot zurückgezogen. Das aus Sicht der Gewerkschaften bislang beste Angebot, das die Übernahme von 500 Werft-Arbeitern garantiert hätte, scheiterte letztlich am Widerstand Wladimir Putins. Ob die Tataren erneut ins Bieter-Rennen einsteigen, ist nach Ansicht von Beobachtern völlig offen.



Jörg Köpke

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