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MV aktuell Polen führt Grenzkontrollen wieder ein
Nachrichten MV aktuell Polen führt Grenzkontrollen wieder ein
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00:01 05.07.2016
Kontrolle gestern im polnischen Swiecko bei Frankfurt. Quelle: Pleul/dpa

Polen kontrolliert seit gestern wieder Reisende an der Grenze zu Deutschland. Bislang sei es dadurch noch zu keinen größeren Behinderungen im Reiseverkehr an den Grenzübergängen von Mecklenburg-Vorpommern gekommen, teilt ein Sprecher der Bundespolizei mit. Die polnischen Behörden haben stichprobenartige Überprüfungen noch bis zum 2.

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Wegen des Nato-Gipfels und der Weltjugendtage müssen sich Reisende an der Grenze zu Deutschland auf Überprüfungen einstellen

August 2016 angekündigt.

Polen gehört zwar seit 2007 zum Schengen- Raum, in dem Personenkontrollen an den Binnengrenzen abgeschafft wurden. Bei besonderen Anlässen sind vorübergehende Personenkontrollen in der EU aber zulässig. Gründe für die aktuell verschärften Maßnahmen sind der Nato-Gipfel am kommenden Wochenende in Warschau sowie die Weltjugendtage Ende Juli in Krakau, zu denen Papst Franziskus erwartet wird.

Das letzte Mal hatte Polen seine Grenzen bei der Fußball-EM 2012 kontrolliert.

Der Übertritt über die sogenannte Grüne Grenze ist jetzt bis zum 2. August unzulässig, betont der Sprecher der Bundespolizeidirektion Berlin, Jens Schobranski. Reisende dürfen in den kommenden vier Wochen nur noch an den offiziellen Übergängen ins Nachbarland. In MV sind das: die Autobahn A 11 (Pomellen) sowie die Bundesstraßen B 104 bei Linken, B 110 bei Garz auf Usedom und B 111 bei Ahlbeck. Weitere Übergänge gibt es bei den Orten Hintersee, Ladenthin und Blankensee. Zudem müssen Bootsfahrer beachten, dass sie nicht einfach die Uferseiten wechseln dürfen. Wer gegen diese Auflage verstößt, muss mit Strafen in Höhe von 115 Euro rechnen.

Auf Kontrollen müssen sich auch Bahnreisende auf den Verbindungen Wolgast – Swinemünde sowie Pasewalk – Stettin einstellen. Die Strecke ist nach einer achtmonatigen Zwangspause erst seit Anfang Mai wieder mit Personenzügen befahrbar. Außerdem könne es Kontrollen an Flug- und Seehäfen geben, erklärt Schobranski. Beim Grenzübertritt müssten Reisende ihren Reisepass oder Personalausweis mitführen.

Junge Leute unter 16 Jahren brauchen einen entsprechenden Kinder-Reisepass.

„Wir gehen nicht davon aus, dass die Kontrollen Auswirkungen auf den Wirtschaftsverkehr haben werden“, sagt der Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg, Torsten Haasch. Seinen Informationen zufolge handele es sich dabei um mobile Kontrollen, die für die Wirtschaftsverbindungen zwischen Deutschland und Polen unkritisch seien.

Axel Meyer

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