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595 000 Euro Schaden durch Enkeltrick-Betrügereien

Rampe 595 000 Euro Schaden durch Enkeltrick-Betrügereien

Nach Angaben des Landeskriminalamtes MV wurde bis Ende November 936 Fälle angezeigt. Häufigste Masche: Die Täter spielen ein Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnis vor.

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Eine Frau telefoniert mit ihrem Mobiltelefon.

Quelle: Arno Burgi/archiv

Rampe. Die Polizei hat 2017 in Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr Fälle von sogenanntem Enkeltrick-Betrug verzeichnet. Auch die Schadenssumme ist nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin gestiegen. Demnach wurden im Jahr 2015 knapp 300 versuchte und vollendete Trickbetrügereien gegen ältere Menschen angezeigt. Im Jahr darauf seien es 500 Fälle und 2017 bis Ende November 936 gewesen. Die Schadenssumme stieg laut LKA von 276 610 Euro im Jahr 2015 auf knapp 374 000 Euro im Folgejahr auf nun rund 595 000 Euro.

Die Kriminalisten vermuten, dass die gestiegene Zahl auch darauf zurückzuführen ist, dass die Bevölkerung sensibler für das Thema geworden ist und deshalb häufiger Anzeige erstattet. So hätten Taxifahrer, die Senioren zur Bank fahren sollten, die Situationen erkannt und die Polizei benachrichtigt. Auch Bankmitarbeiter hätten Kunden vor einem Betrug bewahrt und die Polizei eingeschaltet. „Diese Aufmerksamkeit führte in einzelnen Fällen bis hin zur Festnahme von Tätern“, sagte LKA-Sprecherin Anna Hermann.

Die Täter versuchen verschiedene Maschen, um an das Geld der Senioren zu gelangen. Am häufigsten sei der klassische Enkeltrick, bei dem ein Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnis vorgespielt werde, hieß es. Zugenommen hat nach Beobachtung der Kriminalisten, dass Ganoven sich als Polizisten oder Staatsanwälte ausgegeben hätten. Im Jahr 2015 lag der Anteil dieser Masche an allen angezeigten Fällen noch bei 7,4 Prozent, so Hermann. Im Jahr darauf sei er auf 8,1 Prozent gestiegen und 2017 auf 27,9 Prozent.

Andere Varianten seien die Bitte um finanzielle Hilfe oder dass ein Gewinn in Aussicht gestellt werde, für den zuvor „Gebühren“ bezahlt werden müssten. Mitunter würden Geldbeträge wegen angeblicher Schulen gefordert.

dpa/mv

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