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Anklage fordert erneut sechseinhalb Jahre für Messerstecher

Schwerin Anklage fordert erneut sechseinhalb Jahre für Messerstecher

Im Schweriner Revisionsprozess um einen blutigen Messerangriff nach dem Streit über eine Mathe-Aufgabe hat die Staatsanwaltschaft sechseinhalb Jahre Gefängnis für den Angeklagten gefordert.

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Die Statue der Justitia ist zu sehen.

Quelle: Peter Steffen/archiv

Schwerin. Im Schweriner Revisionsprozess um einen blutigen Messerangriff nach dem Streit über eine Mathe-Aufgabe hat die Staatsanwaltschaft sechseinhalb Jahre Gefängnis für den Angeklagten gefordert. Der 31 Jahre alte Maler sei des versuchten Totschlags schuldig, da er nach zwei wuchtigen Messerstichen wusste, dass sein Kontrahent hätte sterben können, sagte die Staatsanwältin am Donnerstag am Landgericht. Die Verteidigung hielt in ihrem Plädoyer zwei Jahre und sechs Monate Haft wegen gefährlicher Körperverletzung für angemessen. Sie sicherte dem Opfer außerdem 30000 Euro Schmerzensgeld zu. Das Gericht wird am Freitag sein Urteil verkünden.

Das Landgericht verhandelte den Fall zum zweiten Mal. Ein erster Schuldspruch über sechseinhalb Jahre Gefängnis vom Dezember 2016 war aufgrund des Revisionsantrags der Verteidigung vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden. Der BGH sah Mängel in der Urteilsbegründung. Der Angeklagte hatte sein Opfer im April 2016 auf einem Gehweg in Wismar am helllichten Tag mit zwei Stichen schwer verletzt. Dem damals 19-Jährigen musste eine Niere entfernt werden. Während des Prozesses räumte der Angeklagte ein, er habe dem anderen eine Lektion erteilen wollen. Einen Tag zuvor hatten die beiden, die sich zuvor nicht kannten, im Internet über die Lösung einer Mathe-Aufgabe gestritten, die der 19-jährige auf Facebook gepostet hatte. Dabei belegten sie sich gegenseitig mit Beleidigungen. Als der Angeklagte den 19-jährigen zufällig auf der Straße traf und erkannte, stach er ihm mit einem Obstmesser in den Bauch und in den Rücken.

dpa/mv

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