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Anstiftung zum versuchten Mord: Elf Jahre Haft gefordert

Schwerin Anstiftung zum versuchten Mord: Elf Jahre Haft gefordert

Der Mammutprozess um einen mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegenden Mordversuch in Plate bei Schwerin nähert sich dem Ende.

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Mordversuch-Prozess in Plate und Schwern: Der Angeklagte Steffen K. soll in zwei Fällen Auftragskiller besorgt haben. Hier auf dem Bild mit Anwalt Kunik.

Quelle: Cornelius Kettler

Schwerin. Der Mammutprozess um einen mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegenden Mordversuch in Plate bei Schwerin nähert sich dem Ende. Gut ein Jahr nach Prozessauftakt hielt die Staatsanwaltschaft am Mittwoch am Landgericht Schwerin ihren Schlussvortrag und forderte für den 53 Jahre alten Angeklagten wegen Anstiftung zum versuchten Mord elf Jahre Haft. Sie sah es als erwiesen an, dass er im Auftrag eines Fahrlehrers zwei Männer dazu brachte, im März 1996 auf dessen ehemalige Ehefrau zu schießen. Das Opfer überlebte den Anschlag schwer verletzt. Der Prozess war schon 2015 einmal anberaumt worden, nach einem Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter aber geplatzt. Der aktuelle Prozess zieht sich nun schon über 41 Verhandlungstage.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft handelte der Angeklagte entweder aus Gewinnsucht oder aber weil er sich damals in zwielichtigen Kreisen in Schwerin einen Namen machen wollte. In jedem Fall aber habe er einer Frau, die er nicht kannte, das Lebensrecht abgesprochen. Die Anklage stützt sich vor allem auf die Aussagen von drei Zeugen, die den heute 53-Jährigen in den vergangenen zwölf Jahren nach und nach belasteten. Dazu gehörten der Fahrlehrer als Auftraggeber und einer der beiden Schützen, die beide rechtskräftig verurteilt wurden.

Der angeklagte gelernte Koch, der in Schwerin aufwuchs, hatte in dem seit Anfang Oktober 2016 laufenden Prozess lediglich eingeräumt, von den Mordabsichten des Fahrlehrers gewusst zu haben. Möglicherweise habe einer der Schützen direkt Kontakt zum Fahrlehrer aufgenommen, sagte er. Die beiden Schützen waren im März 1996 zum Haus der geschiedenen Ehefrau gefahren und hatten ihr nach Öffnen der Tür vor den Augen ihrer Tochter in den Kopf geschossen. Die beiden waren 1997 zu lebenslanger Haft beziehungsweise zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil gegen den Fahrlehrer lautete 2002 auf vierzehn Jahre Haft.

Die Verteidigung wird am kommenden Mittwoch ihr Plädoyer vortragen. Das Urteil wird voraussichtlich noch im November verkündet.

dpa/mv

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