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00:00 01.03.2013
Brüssel

Die rund 8200 europäischen Banken müssen zudem höhere Kapitalpuffer anlegen. Der nächtlichen Einigung waren zehnmonatige zähe Verhandlungen zwischen dem EU-Parlament und den Mitgliedstaaten vorausgegangen. Der nun gefundene Kompromiss sieht vor, dass der Jahres-Bonus das Festgehalt eines Bank-Managers in der Regel nicht mehr überschreiten darf. Stimmt aber die große Mehrheit der Anteilseigner einer Bank auf der Hauptversammlung öffentlich dafür, kann der Jahres-Bonus höchstens doppelt so hoch sein wie das Festgehalt.

Die Regelung soll sich auf alle rund 8200 Banken in der EU ebenso beziehen wie auf die in EU-Staaten tätigen Finanzhäuser aus anderen Staaten. Die Verknüpfung der Vergütungsbestimmungen für Banker mit der nun ebenfalls auf den Weg gebrachten Richtlinie zum Eigenkapital der Banken hatte das EU-Parlament gefordert. Besonders Großbritannien, das Nachteile für den Finanzplatz London fürchtet, wehrte sich in den Verhandlungen gegen eine zu starke Begrenzung der Bonuszahlungen. Eine kritische Reaktion aus der britischen Hauptstadt erfolgte umgehend: „Die Menschen werden sich fragen, warum wir in der EU bleiben, wenn sie auf einer so offensichtlich selbstzerstörerischen Politik beharrt“, sagte der konservative Bürgermeister Boris Johnson.

Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten müssen nach der Klärung von Details noch offiziell zustimmen. Der irische Finanzminister Michael Noonan, der im Auftrag der EU-Länder die Verhandlungen mit dem Parlament führte, nannte den Kompromiss „ausgewogen“. Die Boni gelten Kritikern als ein Grund, dass Bank-Manager auf der Jagd nach hohen Sonderzahlungen auf kurzfristige Erfolge setzten und große Risiken eingingen.

OZ

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