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Politik Belohnung für 600 000 Ehrenamtler
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15:42 10.11.2017
Die Linke um Fraktionschefin Simone Oldenburg fordert seit Längerem eine landesweite Ehrenamtskarte. Quelle: Jens Büttner
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Schwerin

Ehrenamtler in vielen Vereinen des Landes können sich auf eine besondere Belohnung freuen. Künftig soll es landesweit eine Ehrenamtskarte geben. Damit können ehrenamtlich Tätige viele finanzielle Vorteile bei Busfahrten, Besuchen in Schwimmbädern oder Theatern in Anspruch nehmen. Eine Mehrheit für den Vorschlag in der kommenden Woche im Landtag gilt als sicher. Wer Vater dieser Idee ist, dagegen nicht.

Die Einführung einer landesweiten Ehrenamtskarte hat die Linksfraktion bereits seit längerem gefordert, dafür auch einen Antrag zur Landtagssitzung gestellt. Parallel steht ein Antrag von CDU und SPD auf der Tagesordnung, der sich gererell mit besserer Würdigung des Ehrenamtes im Land befassen soll. Es solle auch die „Einführung einer landesweit gültigen Ehrenamtskarte geprüft werden“, heißt es da.

Am Freitag verschärfte CDU-Fraktionschef Vincent Kokert den Ton: Der Landtag solle die Einführung der Karte, die als „Danke“ an die rund 600 000 Ehrenamtler gedacht sei, beschließen. „Ich denke an die freiwilligen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, an Trainer in Sportvereinen und an die vielen Menschen, die anderen Menschen helfen, denen es nicht so gut geht, und ohne die unser Zusammenleben nicht funktionieren würde“, so Kokert. „Diese Ehrenamtlichen haben mehr Anerkennung verdient.“ Deutlich sein Hinweis: Die Initiative sei von der CDU ausgegangen.

„Links wirkt“, konterte Linken-Fraktionschefin Simone Oldenburg schmunzelnd. „Man könnte sagen, die Koalitionäre haben bei uns abgekupfert.“ Aber das sei für sie nebensächlich. Viel wichtiger sei, dass die Ehrenamtskarte eingeführt werde.

Wann und mit welchen Vorteilen die Ehrenamtskarte eingeführt wird, stehe noch nicht fest. Nach Vorstellungen Oldenburgs könne es Rabatte in vielen Einrichtungen geben, „etwa drei bis fünf Prozent“, von denen Ehrenamtler profitieren. Den Differenzbetrag solle das Land übernehmen. Nun müsse zunächst geprüft werden, „wer dabei alles mitmacht“.

Frank Pubantz

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