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Politik Bis zu 150 000 Euro für Berater Klinkmann
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05:46 27.05.2016
Medizinprofessor Horst Klinkmann, Begründer des Technologie-Netzwerkes BioCon Valley, ist nach wie vor in Diensten des Landes. Pro Jahr erhält der 81-Jährige bis zu 50000 Euro. Quelle: Bernd Wüstneck
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Schwerin

Er hat viele Verdienste um Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft im Land: Prof. Horst Klinkmann (81), Vater des Biocon Valley, hat sich im Vorjahr offiziell aus dem Bereich Gesundheitswirtschaft zurückgezogen.

Einen lukrativen Job hat er allerdings mitgenommen: Bis 2018 verdient er als „Berater und Botschafter in der Gesundheitswirtschaft für den Ministerpräsidenten“ und Ministerien 150 000 Euro. Das geht aus einer Auflistung aus Berater- und Dienstleistungsaufträgen hervor, die die Landesregierung an Dritte vergibt.

In den Jahren 2014 und 2015 haben die Ministerien in Summe 23,5 beziehungsweise 22,7 Millionen Euro für solche Leistungen bezahlt. Angefragt hatte der Grünen-Landtagsabgeordnete Johannes Saalfeld.

Klinkmann erhält demnach in den Jahren 2016 bis 2018 genannte 150 000 Euro. Von einer „Versüßung des Lebensabends“ spricht Saalfeld. „Die Landesregierung muss jetzt offenlegen, ob Klinkmann nur fürs Händeschütteln dieses üppige Honorar bekommt oder ob anspruchsvolle Gegenleistungen erbracht werden müssen.“

Regierungssprecher Andreas Timm bestätigt den Vertrag. Klinkmann verfüge international über viele Kontakte und Fachwissen, „sodass die Regierung darauf nicht verzichten möchte“. Der Vertrag sehe eine Maximalvergütung von 50 000 Euro pro Jahr vor. Neben einer Pauschale für „internationale Tätigkeit“ werde die Arbeit bei Leistung abgerechnet.

Frank Pubantz

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