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Politik Brandanschlag in Lüsewitz: Opferanwalt begrüßt Urteil
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19:52 08.03.2016
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Rostock

Die Verurteilung von zwei Männern nach einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Groß Lüsewitz bei Rostock zu fünf Jahren Haft ist von einem Opferanwalt begrüßt worden. Das Landgericht Rostock habe ausländerfeindliche und rassistische Motive festgestellt, sagte Rechtsanwalt Peer Stolle am Montag in Rostock. Obwohl die Rechtssprechung hier eindeutig sei, gebe es immer noch Staatsanwaltschaften, die bei solchen Taten nur wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermitteln. Das Urteil auch wegen versuchten Mordes sei ein deutliches Zeichen, wie solche Taten verfolgt werden müssen, betonte Stolle.

Die 25 und 26 Jahre alten Männer hatten gestanden, zwei Brandsätze auf das Haus geworfen zu haben. Die Molotow-Cocktails richteten jedoch keinen Schaden an. Die Männer hatten nach Ansicht des Gerichts den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen.

Das Urteil zeige, wie eine Gesellschaft auf eine solche Tat reagieren muss, sagte Stolle. Fast jede Woche würden in Deutschland Flüchtlingsunterkünfte - bewohnt oder unbewohnt - angriffen. Das seien gefährliche Taten mit rassistischen Motiven, die zum Tode der Bewohner führen können. „Das wird von einer Gesellschaft nicht geduldet.“

dpa/mv

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