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Politik Brandstiftung an Kuder-Wohnhaus: Staatsanwaltschaft verzichtet auf Berufung
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09:15 14.06.2018
Mecklenburg-Vorpommerns ehemalige Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU). Quelle: Matthias Balk
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Greifswald

Die Brandstiftung am Wohnhaus der früheren Landesjustizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) bleibt wohl für immer unaufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft verzichte auf eine Berufung, sagte der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft, Martin Cloppenburg, nach Ablauf der Frist am Donnerstag. Damit wird der Freispruch des Tatverdächtigen rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft sei zur Überzeugung gekommen, dass sich die vom Gericht geäußerten Zweifel an der Täterschaft des Mannes nicht durch ein Berufungsverfahren ausräumen ließen. Eine neue Spur und andere Ermittlungsansätze gebe es derzeit nicht, so dass man auf neue Ermittlungen verzichte.

Laut Anklage sollte der heute 33-Jährige das Feuer am Abend des 31. August 2016 mit einem Brandbeschleuniger gelegt haben. Zu einem größeren Brand war es nur deshalb nicht gekommen, weil der Ehemann der Ministerin um 21.30 Uhr und damit etwa 15 Minuten nach dem Ausbruch des Brandes von der Jagd zurückkam und das Feuer löschen konnte. Das Feuer an dem einsam im Wald bei Diedrichshagen (LAndkreis Vorpommern-Greifswald) gelegenen Haus wurde nur wenige Tage vor der Landtagswahl gelegt. Ein politischer Hintergrund wurde später von den Ermittlern ausgeschlossen. Die Ministerin lebte zum Tatzeitpunkt nicht mehr in dem Haus und war auch nicht anwesend, dafür aber die neue Lebensgefährtin von Kuders Ehemann.

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