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Politik Bundeswehr: Ein Mahnmal für Gefallene
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04:01 07.03.2013
Von Arnold Petersen

Dabei gibt es bereits ein zentrales Ehrenmal zum Gedenken an die Soldaten und zivilen Angehörigen der Bundeswehr: Es steht im Bendlerblock, dem Berliner Sitz des Verteidigungsministeriums, und wurde 2009 eingeweiht.

„Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Aber wir haben keine Gedenkkultur für im Einsatz getötete Soldaten“, erläutert Susanne Kastner (SPD), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, die Idee für die Gedenkstätte zwei. Diese Idee ist eine der Empfehlungen einer Arbeitsgruppe des Verteidigungsausschusses, wie gefallene Soldaten vom Bundestag stärker gewürdigt werden können. „Dazu gehört auch der Denkanstoß, dass in der Nähe des Reichstages eine Gedenkstätte errichtet wird“, berichtet Kastner. Schließlich sei es das Parlament, das die Soldaten in die Einsätze schickt. Ein Ideenwettbewerb soll Vorschläge liefern.

Zudem werden Schweigeminuten im Plenum angeregt, wenn es tote Soldaten im Auslandseinsatz gibt. Zudem können sich die Verteidigungspolitiker noch eine Gedenkmöglichkeit vor dem Sitzungssaal des Ausschusses vorstellen. In einem Brief an Bundestagspräsident Norbert Lammert sollen die Punkte zusammengefasst werden, Bundestagspräsidium und Fraktionen sollen danach entscheiden. Die Linke lehnt die Initiative ab.

Schon als der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) den Bau des Ehrenmals im Bendlerblock vorantrieb, hätten die Parlamentarier die Erinnerungsstätte lieber in Parlamentsnähe gesehen. Jung lehnte das ab. Er befürchtete, sie könnte ein Anziehungspunkt für Störer und Sprayer werden. Ob diese Einwände heute noch zuträfen, müsse geprüft werden, meint Kastner. „Alles ist noch in der Diskussion.“

Arnold Petersen

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