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Politik Dahlemann nach Berlin?
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11:36 06.01.2018
Patrick Dahlemann (29, SPD) ist seit einem Jahr Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern. Quelle: Norbert Fellechner
Schwerin

Kurze Beine hat offenbar ein Gerücht, das derzeit in der CDU kursiert. Patrick Dahlemann (29, SPD), seit einem Jahr Parlamentarischer Staatssekretär der Landesregierung für Vorpommern, soll nach Berlin gehen, heißt es. Unsinn, sagt Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD).

Die SPD wolle verhindern, dass der Jungstar der Partei durch aufreibende Klein-Arbeit ausgebrannt wird, heißt es aus der CDU. Auch ein Nachfolger sei im Gespräch: Heiko Miraß, zuletzt SPD-Bundestagskandidat im Wahlkreis 16. Schwesig kontert: „An dem Gerücht ist gar nichts dran.“ Dahlemann habe den Job „sehr gut mit Leben erfüllt und nimmt sie engagiert wahr. Ich erhalte viele positive Rückmeldungen zu seiner Arbeit“, so Schwesig. Mancher in der SPD geht da noch weiter. Offenbar tue sich der Koalitionspartner CDU schwer damit, dass Dahlemann so erfolgreich in Vorpommern sei. „Viel Neid ist dabei“, sagt ein Genosse. Dass Miraß ohne Landtagsmandat gar nicht Parlamentarischer Staatssekretär sein kann, hätten Kritiker wohl übersehen. Und überhaupt: Für die SPD gebe es nach verlorener Bundestagswahl in Berlin derzeit keine neuen Jobs zu verteilen.

Dahlemann soll die Kontaktstelle der Regierung zu Vorpommern sein. Seinen Sitz hat er in Anklam. Im eigenen Wahlkreis rund um Torgelow funktioniere dies auch gut, schätzen Kommunalpolitiker ein, nicht aber in anderen Teilen Vorpommerns. „Ich habe mehr von ihm erwartet“, sagt Lars Petersen, Bürgermeister von Heringsdorf. So brauche Usedom dringend Hilfe für die Lösung von Verkehrsproblemen. Ralf Drescher (beide CDU), Landrat Vorpommern-Rügen, sagte kürzlich: „Bislang fehlen mir konkrete Ergebnisse seiner Arbeit.“ Messbares sei in Form von Geld noch nicht für Greifswald rausgekommen, erklärt Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Es gebe jedoch „gute Kontakte“ zu Dahlemann.

Frank Pubantz

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