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00:00 13.04.2013
Rio de Janeiro

/BerlinFür nahende Großereignisse wie die Fußball-WM 2014 will sich Brasilien mit ausrangierten Flugabwehr-Panzern aus Deutschland rüsten. Eine Vertragsunterzeichnung über die Lieferung 34 einsatzfähiger Gepard-Panzer stehe kurz bevor, teilten die Verteidigungsministerien beider Länder gestern mit.

Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen hat das Geschäft einen Wert von 30 Millionen Euro.

Die Gepard-Panzer würden benötigt, um bei den anstehenden Großereignissen die Menschen in den Stadien zu schützen, sagte der brasilianische Brigade-General Marcio Roland Heise.

Gemeint ist beispielsweise der katholische Weltjugendtag, an dem auch Papst Franziskus teilnehmen will — er findet im Juli in Rio de Janeiro statt. Nächsten Sommer richtet Brasilien die Fußball-Weltmeisterschaft aus — und 2016 die Olympischen Sommerspiele.

Die letzten Panzer des Typs wurden laut Bundesverteidigungsministerium 2010 aus dem Bestand der Bundeswehr aussortiert. Sie seien mit „flugabwehrspezifischen Kanonen“ ausgerüstet.

Brasilien wolle damit die Stadien insbesondere bei der Fußball-WM vor Terrorangriffen schützen.

Die Gepard-Panzer sollen nach brasilianischen Angaben nach und nach geliefert werden, eine erste Lieferung von acht Panzern ist demnach bis Juni geplant. Insgesamt werden nach deutschen Angaben 37 Panzer geliefert; 34 seien einsatzbereit, drei dienten als „mobile Ersatzteillager“.

Bei dem Geschäft handele es sich um eine „Länderabgabe“, also die Überlassung von Altbeständen der Bundeswehr, über die direkt zwischen den Regierungen verhandelt werde. Dabei seien die Rüstungsexportrichtlinien zu beachten, entschieden werde aber nicht im geheimen Bundessicherheitsrat, der sonst über Rüstungsexporte befindet. Im Fall Brasilien wurden laut Hardthöhe auch das Auswärtige Amt und das Bundeswirtschaftsministerium einbezogen.

OZ

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