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06:20 08.03.2018
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und Bernd Fischer vom Tourismusverband MV auf der 52. Internationalen Tourismus-Börse (ITB). Quelle: Carsten Koall
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Berlin/Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern hat in der Gunst deutscher Urlauber weiter zugelegt. Der Nordosten ist bei Reisen ab fünf Tagen auch 2018 das beliebteste Reiseziel der Deutschen und hat seinen Vorsprung gegenüber Bayern ausgebaut. Dafür erhielt MV gestern auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) den Ritterschlag. Ein dickes Trostpflaster nach dem jüngst viel diskutierten Rückgang der Übernachtungszahlen.

Jeder 20. Deutsche macht statistisch betrachtet zwischen Usedom und Boltenhagen Urlaub. Der Anteil des Landes an den Gesamtreisen habe im Vorjahr bei 5,1 Prozent gelegen, Bayern kam auf 4,9, Schleswig-Holstein auf 4,5 Prozent. In Summe entfielen 28 Prozent der Ziele Deutscher auf den Inlandsreisemarkt, stellt die FUR fest. Auslandsreisen machen mit 72 Prozent den größten Anteil aus. Spanien kommt auf allein 13,1, Italien auf 8,3 Prozent. Die FUR bilanzierte für 2017 insgesamt 69,6 Millionen Urlaubsreisen Deutscher.

Erfreulich sei auch die Entwicklung bei den Kurzurlauben. „Hier konnten wir mit Platz sieben zwei Plätze gutmachen“, sagt Wolfgang Waldmüller, Präsident des Landestourismusverbands. „Bei den wichtigsten Urlaubsarten wie Erholungsreise, Badeurlaub und Familienurlaub sind wir vorn.“ Auch Tourismusminister Harry Glawe (CDU) sieht Grund zur Freude: Die FUR-Analyse sei „Beleg für die positive Entwicklung der Branche insgesamt“ in MV. Um vorn zu bleiben, müsse die Tourismuswirtschaft in MV aber „eine Menge tun“, so Glawe.

Die Zahlen im Nordosten insgesamt, also inklusive internationaler Gäste, waren 2017 erstmals gesunken. Während alle anderen Bundesländer zulegten, verlor MV 1,8 Prozent und landete bei 29,8 Millionen Übernachtungen. Zum Vergleich: Bayern kommt auf 94,4, Baden-Württemberg auf 52,9 Millionen. Nachbar Schleswig-Holstein legte um sechs Prozent zu und überholte MV knapp. Für viel Aufsehen sorgte der Entwurf eines neuen Tourismuskonzeptes, das dem Land auch Fehlentwicklungen attestiert. So müssten mehr Qualitätsangebote, bessere Bezahlung Beschäftigter und mehr Verkehrsverbindungen her (die OZ berichtete). Man habe verstanden, heißt es aus der Landesregierung. Es gehe künftig nicht um Rekorde, sondern um „Tourismus mit Nachhaltigkeit“, sagt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Die Branche fordert neue Impulse aus der Politik. Lars Schwarz, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes MV, hält eine Öffnung des Arbeitszeitgesetzes für notwendig, um Beschäftigte flexibler einsetzen zu können. In der Landespolitik verstärkt sich der Ruf nach anspruchsvolleren Tourismusangeboten und mehr Investitionen, die die Saison verlängern.Auf der ITB in Berlin, der größten Reisemesse der Welt, stellt sich MV derzeit als Partnerland in zentraler Rolle vor.

OZ

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