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Elternrat: Wiedereinführung von Kopfnoten vertagen

Plau am See Elternrat: Wiedereinführung von Kopfnoten vertagen

Der Landeselternrat (LER) hat die Landesregierung aufgefordert, die geplante Entscheidung zur Wiedereinführung der Kopfnoten zu verschieben und sie mit der Umsetzung der Inklusion zu verzahnen.

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LER fordert Kopfnoten erst mit Umsetzung der Inklusion. Foto: F. Gentsch/Archiv

Plau am See. „Falls die Koalition dennoch jetzt die Wiedereinführung der Kopfnoten durchsetzt, kann der LER ihr in Teamfähigkeit nur die Note 4 geben“, erklärte die Landeselternratsvorsitzende Martina Richter am Samstag zum Abschluss der Frühjahrstagung des Rats in Plau am See. Sie forderte das Ministerium auf, den LER bei der Vorbereitung der Entscheidung über Kopfnoten einzubeziehen.

Zuvor hatte der Landeselternrat bereits die schleppende Umsetzung der Inklusion an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kritisiert. Unter Inklusion ist die gleichberechtigte Teilnahme von behinderten oder lernschwachen Kindern am regulären Unterricht zu verstehen. Während auf Rügen das Modellprojekt mit der entsprechenden finanziellen und personellen Ausstattung noch laufe, werde in den anderen Grundschulen des Landes das Inklusionskonzept teilweise schon praktiziert - allerdings ohne die bessere Ausstattung, sagte die stellvertretende Landesvorsitzende, Claudia Metz.

„Die Lehrer kämpfen weiter unter den bisherigen Bedingungen“, betonte Metz. Es sei für sie nahezu unmöglich, bei einer Klassenstärke von 28 Schülern auch noch den speziellen Bedürfnissen von ein oder zwei verhaltensauffälligen oder lernschwachen Schülern gerecht zu werden. Metz kritisierte, dass nur wenig von dem umgesetzt werde, was diverse Arbeitsgruppen auch unter Mitwirkung des Landeselternrats zur Inklusion empfohlen hatten. Sie betonte, dass der Elternrat voll hinter dem Konzept der Inklusion stehe - aber mit der richtigen personellen und finanziellen Ausstattung.

dpa

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Die Einführung von Kopfnoten halte auch ich für falsch. Wem sollen sie nützen? Den Eltern, die ihr Kind auf einer Skala subjektiv bewertet bekommen, wie ein Hotel bei "Holiday-Check"? Oder dem Lehrer, der sie als eventuelle Druckmittel einsetzen kann? Dem Schüler zweifellos nicht! Gemeinsame regelmäßige Lehrer-Eltern-Schüler-Gespräche zum Arbeits- und Sozialverhalten sind hier wohl effektiver.

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