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Endstation für Endstation Rechts? Storch Heinar arg gerupft

Schwerin Endstation für Endstation Rechts? Storch Heinar arg gerupft

Demokratie-Projekte der SPD wurden nach der Landtagswahl runtergefahren. Der Projektleiter begründet dies mit einer beruflicher Umstellung. Ein wichtiger Mitarbeiter ist jetzt arbeitslos.

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Auftritt mit Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD). Satire-Storch Heinar ist europaweit bekannt. Derzeit sind die Aktivitäten der Initiative „Endstation Rechts“ allerdings gedrosselt.

Quelle: Jens Büttner

Schwerin. Er gilt als Neonazi-Jäger erster Güte in Mecklenburg-Vorpommern und erlangte Ruhm in ganz Europa: Storch Heinar, Kultfigur mit Hitler-Bärtchen und roten Beinen, landet nun auf der Liste der bedrohten Arten. Denn das Projekt und die Initiative „Endstation Rechts“, einst initiiert von der Landes-SPD im Kampf gegen NPD und andere Rechtsextremisten, sind offenbar in Gefahr. Die Aktivitäten ruhen größtenteils, wichtige Mitarbeiter müssen sich beruflich neu orientieren.

Wie es weitergeht, sei derzeit offen. Marc Brandstetter, der die Aufgabe in Diensten der SPD übernommen hatte, erklärt: „Ich habe mich gestern arbeitslos gemeldet.“ Bis vor kurzem war Brandstetter Wahlkreis-Mitarbeiter des SPD-Mannes Julian Barlen aus Rostock. Da Barlen nicht wieder in den Landtag gewählt wurde, hängt nun auch Endstation Rechts in den Seilen. Aber nur befristet, versichert Projektleiter Barlen: „Endstation Rechts und Storch Heinar waren schon immer Projekte, die über das Ehrenamt getragen wurden.“ Das solle so bleiben. Etwa 25 Personen seien hier aktiv. Allerdings räumt der Rostocker ein: Weniger hauptamtliche Mitarbeiter der SPD haben zusammen auch weniger ehrenamtliche Kapazitäten für die Demokratie-Projekte.

Auch die Satire-Figur Storch Heinar ist derzeit flügellahm. Regelmäßig zog Barlen bislang mit Megafon, Kult-Vogel und Kapelle durchs Land, um über NPD- und andere rechtsradikale Tendenzen aufzuklären. Dies sei zuletzt leider nicht möglich gewesen. Er habe sich beruflich umstellen müssen. „Storch Heinar hat aber ganz sicher noch nicht ausgeklappert“, versichert Barlen. Dass die SPD Endstation Rechts einstellt, sei nicht zu erwarten. „Das Projekt ist vorwiegend spendenfinanziert betrieben worden“, erklärt SPD-Landesgeschäftsführer Marcus Unbenannt. „Ich gehe davon aus, dass das auch zukünftig so sein wird.“ Was er nicht sagt: Es könnten mehr Spender sein.

Frank Pubantz

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