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Erinnerung an Vorsorgeuntersuchungen bleibt: Gesetz angepasst

Schwerin Erinnerung an Vorsorgeuntersuchungen bleibt: Gesetz angepasst

Seit Einführung der Erinnerungsschreiben habe sich die Inanspruchnahme der Untersuchungen in Mecklenburg-Vorpommern um 10 auf 95 Prozent erhöht.

Schwerin. Das vor fünf Jahren eingeführte Erinnerungssystem für Eltern, ihre Kinder zu Vorsorgeuntersuchungen zu bringen, wird zur dauerhaften Institution. Der Landtag änderte das entsprechende Gesetz am Freitag. Das System habe sich bewährt, hieß es übereinstimmend. Seit Einführung der Erinnerungsschreiben habe sich die Inanspruchnahme der Untersuchungen um 10 auf 95 Prozent erhöht, hatte Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) bei der Einbringung der Gesetzesanpassung am Mittwoch gesagt. Das Gesetz war bei seiner Verabschiedung 2008 zunächst auf fünf Jahre befristet worden.

Wer sein Kind nicht zu einer der neun von den Kassen angebotenen freiwilligen Vorsorgeuntersuchungen bis zum sechsten Lebensjahr vorstellt, wird dem Landesamt für Gesundheit und Soziales gemeldet. Die Eltern bekommen ein Erinnerungsschreiben. Wer auch dann nicht reagiert, muss damit rechnen, dass Gesundheits- oder Jugendamt eingeschaltet werden. Das Erinnerungssystem war eine Reaktion auf den Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie im Jahr 2007 in Schwerin.

dpa

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