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Politik Geisterflieger nach Berlin: 465 Mal leer gependelt
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00:00 25.02.2013
Berlin

Die Maschinen düsen von Köln-Wahn nach Berlin, um Kanzlerin, Bundespräsidenten oder Minister aufzusammeln. Dort werden die prominenten Fluggäste nach der Rückkehr aus der weiten Welt wieder abgesetzt — und zurück geht es mit den Maschinen nach Köln.

Oft ist die Besatzung dann allein an Bord. Auf sage und schreibe 465 Leerflüge kam die Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums 2012. Das geht aus einer Auflistung des Ministeriums hervor, über die „Bild am Sonntag“ berichtete. 1604 Tonnen Kerosin wurden auf Leerflügen verbrannt. Die Gesamtrechnung betrug 3,5 Millionen Euro. Mit der VIP-Flotte ließe sich eine kleine Airline betreiben. Je zwei Airbus A 340 und A 319 sowie vier Businessjets sind im Einsatz — und eben in Köln beheimatet.

Obwohl das Fluggerät erneuert wurde, wird Ausfällen penibel vorgebeugt. Bei besonders wichtigen Terminen schweben zwei Regierungsmaschinen in Berlin ein — eine als Ersatz. Wird sie nicht gebraucht, fliegt sie die 500 Kilometer zurück. 76 derartiger Doppelflüge wurden 2012 gezählt. Kosten: 588 000 Euro.

Eigentlich sollte die Pendelei längst ein Ende haben. Auf dem Gelände des Berliner Großflughafens entsteht ein neuer Regierungsterminal. Dessen Geschichte ähnelt der des großen Pleite-Bruders BER.

Die Inbetriebnahme musste immer wieder verschoben werden, während sich die Baukosten mehr als verdoppelten. Ende 2016 wird als Eröffnungstermin angepeilt. Die Kosten sind auf 310 Millionen Euro veranschlagt. Arnold Petersen

OZ

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