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06:00 12.07.2016
Die Justizvollzugsanstalt Waldeck bei Rostock. Quelle: Bernd Wüstneck
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Schwerin

Hilferuf aus dem Knast: Etwa 30 bis 40 uniformierte Beschäftigte fehlten derzeit in den Haftanstalten des Landes, schätzt Hans-Jürgen Papenfuß vom Bund der Strafvollzugsbediensteten (BSBD) in MV. Der Krankenstand der anderen rund 630 Vollzugsbeamten liege bei 15 Prozent. Nun sollen auch noch weniger neue Kollegen als erhofft hinzukommen. Von gut 20 Justizvollzugsanwärtern, die im Oktober ihre Ausbildung beenden, will das Ministerium nur etwa die Hälfte verbeamten. In den kommenden beiden Jahren findet womöglich keine Ausbildung statt.

„Die Beschäftigten sind überlastet“, sagt Gewerkschaftler Papenfuß. Immer wieder macht er auf die Nöte seiner Kollegen hinter Gittern aufmerksam. Sorge bereitet ihm auch, dass angestellte Staatsdiener mit sensiblen Sicherheitsaufgaben schlechter abgesichert seien als andere. Anstoß ist die Entscheidung des Justizministeriums, nicht alle Anwärter in Ausbildung auch als Beamte zu übernehmen. „Mehr als die Hälfte“ derjenigen, die 2016 ihre Ausbildung begannen, könnten aber mit Verbeamtung rechnen, sagt Tilo Stolpe, Sprecher des Ministeriums.

Die Zahl der Gefangenen sank in den vergangegen zehn Jahren von rund 1400 auf 1000.

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