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GroKo gefährdet Ostseeküste und Strände

Extremwetterlagen GroKo gefährdet Ostseeküste und Strände

BUND befürchtet Folgen für MV durch mangelnden Klimaschutz. Der neue Koalitionsvertrag bringe Klimaschutz und Energiewende nicht voran, Kohle erhalte Vorrang vor Mensch und Umwelt.

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Die Ruine eines Imbiss steht nach einer Sturmflut im Jahr 2017 auf dem Steilufer von Zempin auf der Insel Usedom. Extremwetterlagen, die solche Zerstörungen anrichten, könnte es demnächst noch häufiger geben – auch weil CDU und SPD die Klimaziele aufgegeben haben.

Quelle: Stefan Sauer

Schwerin. Die Aufgabe bisheriger Klimaschutzziele durch Union und SPD hat nach Einschätzung der Umweltorganisation BUND auch fatale Folgen für Mecklenburg-Vorpommern. Der neue Koalitionsvertrag bringe Klimaschutz und Energiewende nicht voran, Kohle erhalte Vorrang vor Mensch und Umwelt, beklagte BUND-Energieexperte Ulrich Söffker am Freitag in Schwerin. Da Deutschland einen konsequenten Kohleausstieg scheue, bleibe der CO2-Ausstoß hoch, was mit einer weiteren Erderwärmung einhergehe. Die Bundesregierung hatte bereits eingeräumt, die ursprünglichen Klimaschutzziele für 2020 nicht zu erreichen.

„Extremwetterlagen führen zu Schäden an Gebäuden und in der Landwirtschaft. Meeresspiegelanstieg und stärkere Stürme reduzieren unsere Strände“, prognostizierte Söffker. Damit stiegen die Kosten für den Küstenschutz. Höhere Wassertemperaturen würden zudem gerade in den flachen Gewässern vor Mecklenburg-Vorpommern besonders hohe Risiken bergen, dass sich Blaualgen und gesundheitsschädliche Bakterien entwickelten, warnte Söffker.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen den Klimawandel vorantreiben, auch wenn diese nur etwa drei Prozent der Gesamtemission ausmachen. Wichtigste Quellen sind Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke, Wohnungsheizungen, Fahrzeuge und die Tierhaltung. China trägt Erhebungen zufolge gut 26 Prozent, die USA 18 und Deutschland etwa 2 Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß bei.

dpa/mv

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