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Politik Holm und Wildt führen die AfD in MV
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05:38 14.11.2016
Der Fraktionschef der AfD im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, nimmt am Sonntag in Gägelow nach seiner Wiederwahl als Landessprecher der Partei die ersten Glückwünsche entgegen. Quelle: Jens Büttner / Dpa
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Gägelow

Leif-Erik Holm (46, Klein Trebbow) und Bernhard Wildt (49, Rügen) sind die beiden neuen Landessprecher der Alternative für Deutschland (AfD) in MV. Die Parteimitglieder wählten die beiden am Sonntag beim Parteitag in Gägelow (Landkreis Nordwestmecklenburg). Holm wurde mit großer Mehrheit (knapp 94 Prozent) im Amt bestätigt, Wildt setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Enrico Komning (48, Neubrandenburg) durch – 124 zu 66 Stimmen.

Die AfD sieht sich im Land weiter im Aufwind. Die Zahl der Mitglieder habe sich binnen eines Jahres von gut 300 auf aktuell 535 erhöht, sagte Ex-Landeschef Mathias Manthei, der nicht wieder antrat. Weitere gut 60 Aufnahmeanträge lägen vor.

Ansage: Keine Zusammenarbeit mit der CDU

Holm bilanzierte in seiner Rede ein erfolgreiches vergangenes Jahr: Die AfD sei mit 20,8 Prozent als zweitstärkste Kraft in den Landtag eingezogen. Er kritisierte die „teuren Versorgungsposten“, die SPD und CDU nach der Wahl eingerichtet hätten, und versprach, die AfD werde sich für die Entlastung von Familien und bessere Infrastruktur im Land einsetzen.

Vom Wahlsieg Donald Trumps zum US-Präsidenten erhoffe er sich auch „Rückenwind für die AfD in Deutschland“, zunächst bei der Bundestagswahl 2017. Eine Kampfansage richtete Holm an andere Parteien. Ziel sei es „eigene Mehrheiten“ zu erreichen, eine Zusammenarbeit mit der CDU schloss er aus.

Provokation zu Beginn

Zum Parteitag in Gägelow reisten mehr als 200 Partei-Mitglieder an, wofür der vorgesehene Raum zunächst nicht ausreichte. Die Veranstaltung am Volkstrauertag begann mit einer Gedenkminute – allerdings nur für die gefallenen Soldaten der Weltkriege, nicht wie üblich für die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Die AfD müsse dem Zeitgeist widerstehen, sagte Holm. Immer häufiger werde versucht, Kriegsdenkmäler zu zerstören. Jede Nation brauche jedoch Orte, an denen die Menschen ihrer Toten gedenken können. „Dafür werden wir uns immer einsetzen“, betonte Holm. „Das sind wir den Soldaten schuldig, die für ihr Land ins Feld ziehen mussten. Ob diese Kriege nun richtig waren oder nicht.“

Frank Pubantz

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