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Politik Ja zu „Marx horizontal“
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00:00 09.03.2018
Die Statue des Philosophen Karl Marx, die lange in Neubrandenburgs Zentrum zu sehen war, liegt seit 17 Jahren in einem Depot. Quelle: Foto: Stefan Sauer/dpa
Neubrandenburg

Der Vorschlag, eine Karl-Marx-Statue (1818-1883) in Neubrandenburg waagerecht schwebend zu installieren, hat eine weitere Hürde genommen. Die Vorlage passierte gestern überraschend ohne Diskussion den Hauptausschuss der Stadtvertretung. Nun erwarten Beobachter eine Diskussion auf der Neubrandenburger Stadtvertretersitzung am 22. März. Bisher war keine Mehrheit unter Befürwortern und Gegnern der Variante „Marx horizontal“ zu erkennen.

Das mehr als eine Tonne schwere Denkmal des Philosophen stand von 1969 bis 1995 aufrecht auf dem Markt, der in der DDR auch Karl-Marx-Platz hieß. Dann musste die Statue wenige Meter weiter vor die Bibliothek umziehen. Seit 2001 wird sie in einem Depot aufbewahrt. Der Umgang mit der Statue hatte mehrfach für Schlagzeilen gesorgt, weil die Linke das Denkmal aufrecht im Zentrum wieder aufgestellt sehen wollte, die Mehrheit der Stadtvertreter das aber ablehnte. Die neue Variante, das Denkmal waagerecht zu zeigen, hat auch überregional Aufmerksamkeit erzeugt. Stadtpräsidentin Irina Parlow (Linke) nannte die neuen Pläne aber „respektlos.“ Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (ptl.) erklärte, man wolle auf diese Weise nicht die Bedeutung des Philosophen würdigen, sondern sich mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen. Am 5. Mai 2018 ist der 200. Geburtstag von Marx. Der Rostocker Historiker Fred Mrotzek befürwortet die Idee ebenfalls: „Solch eine Variante ist einer öffentlichen Auseinandersetzung mit der Figur von Marx förderlich.“

Winfried Wagner

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