Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik Kabinetts-Karossen kaum klimafreundlich
Nachrichten MV aktuell Politik Kabinetts-Karossen kaum klimafreundlich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 11.04.2013
Rostock

Dienstfahrt im Klimakiller: Mecklenburg-Vorpommerns Spitzenpolitiker setzen bei Autos nur bedingt auf öko. Die jährliche Dienstwagen-Umfrage der Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeigt: Nur Energieminister Volker Schlotmann (SPD) liegt mit seinem Hybrid unterhalb der von der EU angestrebten Schadstoff-Grenze von 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) und Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sind dagegen noch immer mit Dreckschleudern unterwegs — CO2-Ausstoß: 176 bzw. 177 g/km. Die restlichen Minister um Regierungschef Erwin Sellering (SPD) rangieren knapp oberhalb der 130-Grenze.

MV liegt auf dem siebten Platz im Länder-Ranking. Die größten Klimasünder sind die Dienstwagen der Minister in Bayern, Hessen und Niedersachsen. Auch auf Bundesebene gibt es Nachholbedarf: Insgesamt 28 Spitzenpolitiker stellen laut DUH ihre klimapolitische Ignoranz „geradezu demonstrativ zur Schau“. Doch das Gesamturteil lässt hoffen: Die Kohlendioxid-Emissionen der Politiker-Limousinen gehen schneller zurück als die Emissionen aller in Deutschland neu zugelassenen Pkw. „Das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine große Mehrheit der Spitzenpolitiker nach wie vor mit übermotorisierten Limousinen unterwegs ist“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Die klimafreundlichste Dienstwagen-Flotte hat Hamburg. Dessen gesamtes Kabinett unterschreitet die 130Gramm-Grenze. Auch MV bemühe sich, den Fuhrpark der Landesregierung umweltfreundlich zu gestalten, sagt Innenministeriums-Sprecher Michael Teich. „Seit dem 31. Dezember 2008 bis heute konnten die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Pkw von 181 auf 139 g/km gesenkt werden. Das entspricht einer Reduzierung von 23 Prozent“, rechnet Teich vor.

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern wird indes wohl weiterhin auf Hybridautos verzichten. Da die Beamten im Flächenland weite Strecken zurücklegen müssen, Elektroautos dafür aber nicht über die benötigte Reichweite verfügen, setze man weiter auf herkömmliche Antriebe. „Im Einzelfall wird ein Einsatz von Elektrofahrzeugen aber für sinnvoll erachtet, zum Beispiel für Polizeistationen“, sagt Teich.

Antje Bernstein

Bisher Kassen-Zuschläge bis zu 60 Prozent im Jahr.

11.04.2013

31-jähriger Deutsch-Tschetschene lebte jahrelang in Schleswig-Holstein.

11.04.2013

Neue Unicef-Studie über die Lage der Jugendlichen in Deutschland: Objektiv geht‘s ihnen gut wie nie , subjektiv leiden sie mehr denn je.

11.04.2013