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Politik Kardinäle wählen ab heute den neuen Papst
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00:00 12.03.2013
Rom

Wie und wo die Wahl des neuen Papstes ab heute vonstattengeht, ist klar: 40 Fachleute haben tagelang die weltberühmte Sixtinische Kapelle vorbereitet. Mit Holzplatten brachten sie den prachtvollen Mosaikboden auf Höhe des Altarbereiches und legten ihn mit Teppich aus. Die spärlichen Holz- und Steinbänke wurden durch Stühle aus Kirschbaumholz ersetzt. An den Längsseiten wurden Holztische mit beige-bordeauxroten Tischdecken aufgestellt. Die Plätze der „Purpurträger“ sind mit Namensschildern gekennzeichnet. Jeder Kardinal bekommt einen Stift, einen roten Ordner und zunächst einen Stimmzettel.

Wer die Wahl hat, ist ebenfalls klar: Sechs der 115 Kardinäle im Konklave stammen aus Deutschland. Hinter der mit Abstand größten Gruppe der Italiener und hinter den USA ist diese Abordnung aus der Heimat des bisherigen Papstes Benedikt XVI. die drittgrößte Landsmannschaft. Kardinal Walter Kasper ist der Älteste im Konklave. Seit dem 5. März 80 Jahre alt, darf er nur wählen, weil sein Geburtstag in die Sedisvakanz — die Zeit ohne Papst — fiel. Aus Deutschland angereist sind auch die Kardinäle Karl Lehmann (Mainz), Joachim Meisner (Köln), Reinhard Marx (München), Rainer Maria Woelki (Berlin) sowie Paul Josef Cordes.

Wann und wer als Sieger hervorgeht, ist dagegen unklar. Einer der hoch gehandelten Favoriten ist der Erzbischof von Mailand, Angelo Scola. „Scola ist wohl der auf der Pole-Position am weitesten vorne liegende Kardinal“, mutmaßte der renommierte Vatikan-Experte John Allen. Kritiker monieren, mit ihm käme schon wieder ein „Professor“ wie Joseph Ratzinger ins Papstamt. Noch ein Problem: „Wer als Papst ins Konklave geht, kommt als Kardinal wieder heraus“, mahnt ein Sprichwort. Auch dieses Konklave ist für eine Überraschung gut.

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