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Kita-Plätze sollen für Familien bald kostenfrei sein

Schwerin Kita-Plätze sollen für Familien bald kostenfrei sein

Vor der Landtagswahl in MV: Spitzenkandidaten von Parteien stellen ihre Ideen vor – Heute Teil 6: Kinderbetreuung

Schwerin. Etwa 1,33 Millionen Wahlberechtigte können am 4. September über einen neuen Landtag in MV abstimmen. Die OZ befragt Spitzenkandidaten von Parteien nach ihren Lösungsansätzen für einzelne Politikfelder – heute zu den Kitas. Für möglichst kostenfreie Kinder-Betreuung sprechen sich alle befragten Parteien aus. Kindertagesförderung sei „eine bildungspolitische Aufgabe“, sagt Cécile Bonnet-Weidhofer (FDP). Zugang zu Bildung müsse für jeden „unbürokratisch möglich und möglichst kostenfrei“ sein. Wichtig sei aber auch eine Qualitätssteigerung bei der Betreuung. Ausreichend Geld sei im Landeshaushalt vorhanden – „wenn man es nur will“.

Kostenfreie Kinderbetreuung fordert auch Norbert Schumacher (Freier Horizont). „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Schule und Berufsausbildung für Eltern kostenfrei sind – und Kitas mit mindestens ebenso wichtigem Bildungsauftrag nicht.“ Er sei sicher, dass viele Eltern derzeit aus Kosten-Gründen auf weitere Kinder verzichten.

„Die Kitas werden ein Schwerpunkt der SPD sein“, sagt Erwin Sellering. Pro Jahr sollen die Elternbeiträge in der Krippe und in den ersten beiden Kindergarten-Jahren um 50 Euro pro Kind abgesenkt werde. Familien mit mehr Kita-Kindern könnten mit weiterer Entlastung rechnen. Sellering: „Unser langfristiges Ziel ist die kostenfreie Kita für alle Kinder.“

Für „deutliche Kostenentlastung der Familien“ trete auch die CDU ein, sagt Lorenz Caffier. Seine Partei stehe für eine Politik, „die die Bedürfnisse der Familien in den Mittelpunkt rückt“. Jede Familie solle sich Betreuungsplätze leisten können, in Krippe oder Kindergarten. Die Art der Entlastung müsse mit Kita-Trägern vereinbart werden.

Sehr konkret sind die Ideen von Helmut Holter (Linke) für eine kostenfreie Ganztagskita: „In den kommenden fünf Jahren wollen wir jährlich einen Jahrgang der Kinder kostenfrei stellen.“ 2017 die Sechsjährigen, 2018 die Fünfjährigen ... Dafür müssten Land und Bund höhere Anteile an den Gesamtkosten übernehmen. Silke Gajek (Grüne) fordert, nach Experten-Analyse, eine Novelle des Kindertagesförderungsgesetzes. „Das Ziel muss sein, den Betreuungsschlüssel zu verbessern, für die neuen Erzieher eine berufsbegleitende Ausbildung zu schaffen und Kita-Plätze kostenfrei zu stellen“, so Gajek. „Für alle.“

Den Bildungsaspekt betont auch Leif-Erik Holm (AfD). „Die Argumente für ein kostenloses Studium müssen mindestens genauso für unsere Kleinen gelten.“ Daher sei seine Partei für die jahrgangsweise Einführung der Kostenfreiheit: „Wir wollen unsere Familien entlasten, denn sie leisten bereits einen wichtigen generativen Beitrag für den Fortbestand unseres Landes.“

OZ-Serie: Schwerpunkte zur Landtagswahl

Tag der Wahrheit am 4. September: Mecklenburg-Vorpommern wählt einen neuen Landtag, der wichtige Entscheidungen für die kommenden fünf Jahre trifft. Welche Partei hat die besten Konzepte zur Lösung von Problemen im Land? Die OZ fragt in dieser Serie nach und veröffentlicht die Antworten.

Themen: 1. Wirtschaft, 2. Bildung, 3. Sicherheit, 4. Flüchtlinge/Zuwanderer, 5. Gesundheit, 6. Kitas , 7. Erneuerbare Energien, 8. Finanzen, 9. Kommunen, 10.

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fp

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