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Land erwägt schwimmende Unterkünfte für Flüchtlinge

Schwerin Land erwägt schwimmende Unterkünfte für Flüchtlinge

Laut Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) wird europaweit nach geeigneten Fähren, Kreuzlinern oder Wohnplattformen gesucht.

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Das Wohnschiff „Bibby Altona“ diente jahrelang in Hamburg als Unterkunft für Asylbeweber.

Quelle: Vuvar

Schwerin. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern will Schiffe als schwimmende Flüchtlingsunterkünfte nutzen – und sucht europaweit nach geeigneten Fähren, Kreuzlinern oder Wohnplattformen. Das bestätigte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) der OSTSEE-ZEITUNG. Ein Fachmann des Schweriner Ministeriums ist bereits nach Italien und Griechenland gereist, um sich erste Schiffe genauer anzuschauen. „Wir haben die Verpflichtung, alle Flüchtlinge, die zu uns kommen, menschenwürdig unterzubringen, und müssen dafür alle Optionen prüfen“, sagt Caffier. Die Unterbringung auf Schiffen würde sich in einem Küstenland anbieten. Das Land prüft, ob es Schiffe kauft oder anmietet.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Stadt Dortmund Flusskreuzfahrtschiffe für Flüchtlinge gechartert. Eine Entscheidung für oder gegen schwimmende Unterkünfte in MV ist noch nicht gefallen: Das Ministerium wolle erst den Bericht der Fachleute abwarten und beobachten, wie sich die Lage entwickle. Dennoch spräche vieles für die schwimmende Lösung, so Caffier.

Auch beim Flüchtlingsrat Mecklenburg-Vorpommerns trifft die Überlegung auf positive Resonanz. „In Hamburg gab es jahrelang eine schwimmende Unterkunft für Flüchtlinge. Ein Schiff ist immer besser als ein Zelt. An Bord ist es wenigstens warm“, sagt Ulrike Seemann-Katz, Vorsitzende des Landesflüchtlingsrates. Doch dürfe die Nutzung solcher Schiffe, wie die aller anderen Notunterkünfte auch, nur eine Übergangslösung sein. Ziel müsse weiterhin bleiben, die Registrierung der Flüchtlinge zu beschleunigen und diese dann rasch in die Kommunen weiterzuleiten. Dort gebe es Wohnraum, sagte Seemann-Katz, machte allerdings bei Rostock wegen der Wohnungsknappheit Einschränkungen.

 



Andreas Meyer

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Von Andreas Meyer

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