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15:14 09.05.2018
Mit einem Pulverpinsel macht die 14-jährige Wiebke beim „Girls' Day“ Fingerabdrücke auf einem Spiegel sichtbar. Quelle: Jens Büttner/archiv
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Schwerin

Die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern kämpft mit sinkenden Bewerberzahlen. In diesem Jahr bewarben sich 1816 junge Frauen und Männer um die 300 Ausbildungsplätze. Damit wurde knapp das Niveau des Vorjahres (1817 Bewerber) erreicht, wie das Innenministerium in Schwerin auf eine Anfrage der Fraktion der Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV) im Landtag mitteilte.

Die Zahlen sinken allerdings seit Jahren: 2009 hatte es nach Worten von Ministeriumssprecher Michael Teich noch mehr als 3000 Bewerber für die damals 120 ausgeschriebenen Stellen gegeben. Das Ministerium reagierte auf den Rückgang und räumte mehrere Hürden aus dem Weg. Seit 2016 müssen die Bewerber nicht mehr mindestens 1,65 Meter groß sein und auch der Mindest-Notendurchschnitt auf dem Bewerbungszeugnis, der Numerus Clausus, wurde abgeschafft.

Bis dahin war zum Auswahlverfahren für die Laufbahngruppe 1 nur zugelassen worden, wer einen Notendurchschnitt von 3,0 oder besser hatte. In Deutsch musste mindestens eine Drei auf dem Zeugnis stehen. Für die Laufbahngruppe 2 musste der Notendurchschnitt 3,2 oder besser sein. Das ist nun Geschichte. Das Innenministerium betont jedoch, dass die Polizei an ihrem hohen Niveau festhalte. „Das Anforderungsniveau an die Bewerberinnen und Bewerber im Auswahlverfahren ist gleich geblieben“, so Teich. Jetzt werde lediglich mehr Bewerbern die Chance gegeben, sich im Auswahlverfahren zu beweisen. „Der Polizeiberuf ist rechtlich, fachlich, körperlich und psychisch fordernd.“ Teich. Dem müsse Rechnung getragen werden.

Zugleich verstärkt die Polizei die Werbung um den beruflichen Nachwuchs. In diesem Jahr würden erstmals Anzeigen auf Werbetafeln im öffentlichen Raum geschaltet, erklärte Teich. Hinzu komme die langfristig ausgerichtete Werbung: Der Videoclip zum Sporttest bei der Polizei in MV auf Youtube habe aktuell mehr als 500 000 Aufrufe.

dpa/mv

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