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Nato begrüßt deutschen Plan für Afghanistan

Brüssel/Berlin Nato begrüßt deutschen Plan für Afghanistan

Der Plan für das deutsche Engagement in Afghanistan ab 2015 stößt auf breite Zustimmung. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte gestern in Brüssel: „Ich begrüße wärmstens die deutsche Ankündigung, in so bedeutender Weise“ zu dem künftigen Einsatz ab dem Jahr 2015 beizutragen.

Brüssel. Der deutsche Beitrag könne als „Beispiel“ und „Ermutigung“ für andere Staaten dienen. Positiv äußerte sich auch der Bundeswehrverband.

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte am Donnerstag angekündigt, dass die Bundesregierung nach dem für Ende 2014 geplanten Abschluss des Kampfeinsatzes in Afghanistan zunächst 600 bis 800 Soldaten in dem Land stationieren könne. Zwei Jahre später solle sich die Truppenstärke dann auf 200 bis 300 Soldaten reduzieren.

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbands, Ulrich Kirsch, nannte im SWR die Absichtserklärung der Bundesregierung „zielführend“. Allerdings sei noch unklar, wie der vergrößerte zivile Einsatz gestaltet und gesichert werden solle. Darum müsse sich die Regierung kümmern. Offen sei überdies, wie der Schutz der deutschen Kräfte gewährleistet werde und wie die Rettungskette aussehe.

Die Staatengemeinschaft müsse außerdem „weitere Kampftruppen bereithalten, um auf Krisen reagieren zu können“.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte, militärische Einsätze seien keine Lösung für Afghanistan. Gegenüber der OZ sagte er: „Wir werden den Kampfeinsatz beenden, aber unsere Verantwortung gegenüber Afghanistan und unseren Verbündeten auch nach 2014 weiter wahrnehmen. Es geht um zivile Hilfe für den Wiederaufbau und die Entwicklung des Landes und um weitere Unterstützung bei der Ausbildung von Armee und Polizei.“ Afghanistan trage ab Ende 2014 wieder die volle Verantwortung für seine Sicherheit und Zukunft. „Aber wir werden dem Land natürlich weiter dabei helfen,“ betonte der Minister.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, sagte der „Bild", er halte den Weg, den die Bundesregierung einschlage, „für den richtigen“. Wichtig sei, dass Deutschland nicht auf Vorgaben der USA und der Nato warte, sondern selbst sage, was es künftig noch leisten könne und wolle.

dw, dpa

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