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Neue Stellen und Gehaltsplus in Frauenhäusern

Schwerin Neue Stellen und Gehaltsplus in Frauenhäusern

Das Land seine Zuschüsse zu den Personalkosten für 2018 und 2019 um jeweils 2,3 Prozent. Zudem wird in sechs Einrichtungen eine dritte Vollzeitstelle finanziert.

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Stefanie Drese (SPD) ist zu sehen.

Quelle: Jens Büttner/archiv

Schwerin. Nach der Demonstration für eine bessere Bezahlung in Frauenhäusern und Beratungsstellen im März hat das Land seine Zuschüsse zu den Personalkosten um jeweils 2,3 Prozent in diesem und im kommenden Jahr erhöht. Außerdem sollen 140 000 Euro zusätzlich fließen, um in sechs der landesweit neun Frauenhäuser eine dritte Vollzeitstelle zu finanzieren, wie das Sozialministerium am Montag in Schwerin mitteilte. Damit soll sichergestellt werden, dass auch die kleinen Einrichtungen 24 Stunden am Tag und an 365 Tagen im Jahr offengehalten werden können.

Zuschüsse des Landes seit 2005 nicht erhöht

Mitarbeiterinnen von Frauenhäusern und Beratungsstellen hatten am 8. März vor dem Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin demonstriert, wo Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zum ersten Mal einen Empfang zum Internationalen Frauentag gab. Das Land habe seine Zuschüsse für die Gehälter seit dem Jahr 2005 nicht mehr erhöht, hatten sie kritisiert. Dadurch fehlten den 70 Mitarbeitern bis zu 40 Prozent Lohn im Vergleich zum Tarif im öffentlichen Dienst.

Die Linke bezeichnete das Plus von 2,3 Prozent deshalb am Montag als „zaghaften Schritt“. Um die Löhne anzupassen, seien mindestens 25 Prozent zusätzliche Mittel erforderlich, sagte der gleichstellungspolitische Sprecher der Fraktion, Peter Ritter.

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) betonte hingegen, dass die Finanzierung der Beratungs- und Hilfeeinrichtungen eine Aufgabe sei, für die nicht das Land allein verantwortlich sei. Auch Kommunen und Träger müssten ihrer Verantwortung nachkommen.

dpa/mv

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