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Nur zwei Prozent Auszubildende in ambulanter Pflege

Schwerin Nur zwei Prozent Auszubildende in ambulanter Pflege

Der Nordosten steuert auf einen Notstand zu: Perspektivisch fehlen 8000 Stellen bei steigendem Bedarf und einem hohen Altersdurchschnitt der aktuelle dort tätigen Mitarbeiter. Krankenkassen und Regierung wollen verstärkt Angehörige einsetzen.

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Seltenes Bild: Eine junge Pflegekraft betreut eine Seniorin. Dem Bereich fehlt der Nachwuchs.

Quelle: Erwin Wodicka/Fotolia

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern steuert auf einen Pflegenotstand zu. Von den gut 10 000 Beschäftigten der ambulanten Pflegedienste im Land waren Ende 2015 nur 204 Auszubildende, wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Das entspricht lediglich zwei Prozent. Dabei waren zu dem Zeitpunkt gut ein Drittel (33,7 Prozent) der Beschäftigten bereits älter als 50 Jahre. Bundesweit lag der Azubi-Anteil bei 3,3 Prozent, im Saarland sogar bei 8,8 Prozent.

Das Sozialministerium hatte schon im Februar erklärt, dass die Pflegebedürftigen in Mecklenburg-Vorpommern in Zukunft wohl nur mit Hilfe der Angehörigen zu versorgen sein werden. Bestärkt wurde sie von der Krankenkasse Barmer, deren Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach gesagt hatte: „Für die Betreuung durch professionelle Anbieter fehlt schlichtweg qualifiziertes Pflegepersonal.“ Daher müssten die pflegenden Angehörigen unterstützt werden.

Derzeit sind laut Ministerium rund 80 000 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern pflegebedürftig. Bis zum Jahr 2050 werde ihre Zahl auf 118 000 steigen. 26,3 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause mit Hilfe eines ambulanten Dienstes versorgt. 48 Prozent werden ausschließlich durch Angehörige gepflegt.

In der Pflege standen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2013 rund 17 000 Vollzeitstellen zur Verfügung. Der Bedarf steige bis 2030 auf 25 000 Stellen. Es fehlten damit perspektivisch 8000 Stellen für Pflegekräfte.

dpa/mv

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