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00:00 19.04.2013
Boston

Drei Tage nach dem Bombenanschlag auf den Bostoner Marathonlauf hat die US-Ostküstenstadt mit einer bewegenden Trauerfeier der Opfer gedacht. „Für Millionen von uns ist das, was in Boston passiert ist, eine persönliche Angelegenheit“, sagte US-Präsident Barack Obama gestern bei dem interreligiösen Gedenkgottesdienst in der Heiligkreuz-Kathedrale.

„Ich bin heute im Auftrag der Amerikaner hier mit einer einfachen Botschaft: Jeder von uns ist betroffen von der Attacke auf eure geliebte Stadt“, sagte Obama. Zugleich richtete er eine scharfe Warnung an die Täter: „Ja, wir werden euch finden, und ja, ihr werdet zur Rechenschaft gezogen.“

Der Präsident rief die Amerikaner zugleich auf, dem Terror zu trotzen. „Ihr werdet wieder rennen“, sagte er gestern unter brausendem Beifall bei einem interreligiösen Gedenkgottesdienst in Boston.

„Die Bombe kann uns nicht besiegen. Wir machen weiter.“ Die USA ließen sich nach seinen vom Terror nicht unterkriegen. „Wir werden genesen, und wir werden wiederaufbauen.“ Der Geist der offenen Gesellschaft werde weiter bestehen.

Mehrfach wurde die sehr emotionale Rede Obamas von Beifall unterbrochen. Die Teilnehmer erhoben sich sogar klatschend von den Sitzen, als der Präsident die erneute Ausrichtung der Marathons im kommenden Jahr beschwor. Die Attentäter hätten sich „die falsche Stadt“ ausgesucht, um „uns zu terrorisieren“, sagte er.

An dem Gedenkgottesdienst verschiedener Religionen nahmen auch Obamas Frau Michelle, Anschlagsopfer und Angehörige sowie Rettungskräfte teil. Auch Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts und Obamas Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl 2012, kam zu der Veranstaltung. Schon seit dem Morgengrauen hatten sich vor der Kathedrale lange Schlangen gebildet. Die Hälfte der 2000 Plätze wurden dem „Boston Globe“ zufolge an die Öffentlichkeit vergeben.

Bei dem Bombenanschlag auf den Boston-Marathon waren am Montag drei Menschen getötet und mehr als 170 verletzt worden. Es ist weiter unklar, wer hinter dem Verbrechen steckt.

Auch Tage nach den Anschlägen herrscht in den Krankenhäusern der Stadt immer noch Hochbetrieb. Dutzende Verletzte müssen weiter behandelt werden. „Wir haben jeden Tag mehrere neue Operationen geplant“, erzählte der Unfallchirurg Peter Burke. Es werden wohl alle Verletzten überleben, haben die Krankenhäuser bekanntgegeben. Aber bei vielen kann die Genesung Jahre dauern. „Diese Art von Bomben-Verletzungen, das erfordert oft viele, viele Operationen und dann noch eine lange Reha-Zeit“, sagt Burke. „Die Bomben verletzten die Menschen, indem sie Stücke aus dem, woraus sie bestehen, und aus der Umgebung umherschleudern, und das verletzt das Gewebe, das mussten wir alles rausholen. Wir haben zum Beispiel viele kleine Metallkügelchen gefunden.“

Drei Tage nach dem Anschlag auf den Boston-Marathon ist die Polizei den Bombenlegern auf der Spur: Die Ermittler fahnden nach zwei verdächtigen Männern, die kurz vor den Explosionen nahe der Ziellinie des Laufs fotografiert worden waren. Die Bilder würden jetzt allen Ermittlungsstellen übermittelt, berichtete der Sender CNN. Sie sollen aber nicht veröffentlicht werden, um die Aufklärung des Verbrechens nicht zu gefährden.

Unterdessen hat die Polizei im Zusammenhang mit den mit dem tödlichen Pflanzengift Rizin präparierten Briefen an Präsident Obama und einen Senator einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann sei im Bundesstaat Mississippi aufgespürt worden, teilte die Bundespolizei FBI mit.

OZ

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