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Polizei in MV: alt, krank, zu wenig auf der Straße

Schwerin Polizei in MV: alt, krank, zu wenig auf der Straße

Laut Gutachtern sind zwar landesweit genügend Beamte im Einsatz, aber oft an der falschen Stelle. Außerdem ein Problem: der extrem hohe Krankenstand.

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Verkehrskontrolle der Polizei: In MV soll es bald 150 neue Stellen geben. Laut Gutachten sind die derzeit vorhandenen rund 5800 Beamten im Schnitt überaltert und oft krank.

Quelle: Tilo Wallrodt

Schwerin. Die rund 5800 Polizisten in MV reichen für zu leistende Aufgaben aus. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten der Firma Pricewaterhouse Coopers (PwC) im Auftrag der Landesregierung, das Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Freitag vorstellte.

Es empfiehlt dennoch 150 neue Stellen, auf die sich SPD und CDU bereits geeinigt haben. Denn die Polizei hat massive Probleme: Die Beamten sind im Schnitt überaltert und oft krank. Jeder Sechste ist nur begrenzt dienstfähig. Und: Zu viele Polizisten sind mit Verwaltungsarbeit befasst oder blähen das Innenministerium auf – dagegen fehlen Beamte für den Dienst auf der Straße.

Hauptprobleme der Polizei seien ein exorbitant hoher Krankenstand (mehr als 30 Tage je Beamter im Jahr) und die Altersstruktur. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) kündigt an, die Polizeistärke in der Fläche zu erhöhen.

Polizei braucht bei Notfällen länger als früher

Weiterhin stellten die Gutachter fest, dass die Polizei bei Notfällen länger braucht als noch vor zwei Jahren, ehe sie am Tatort ist. Danach dauert es in Situationen, bei denen unverzügliches polizeiliches Handeln geboten ist, im Schnitt knapp 18 Minuten vom Eingang des Notrufs bis zum Eintreffen des ersten Streifenwagens. Die Gutachter hatten sämtliche Einsätze zwischen August 2015 und Januar 2016 ausgewertet.

Sie äußerten sich in der am Freitag veröffentlichten Studie nicht dazu, um wie viel sich die Reaktionszeit im Vergleich zum Jahr 2013 verlängert hat. Zu den Gründen hieß es, aus der Polizei sei die Vermutung geäußert worden, dass dies mit dem Personalabbau der letzten Jahren zusammenhängen könnte.

Frank Pubantz und dpa

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