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Politik Rechte Lehrerin: Entlassung könnte schwierig werden
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06:30 11.05.2017
Die inzwischen beurlaubte Grundschullehrerin aus Vellahn (Mitte) bei einer Neonazi-Demo am 6. Mai in Boizenburg. Quelle: Fabian Schumann
Schwerin/Vellahn

Es könnte schwierig werden die rechte Lehrerin zu entlassen, meint Dietmar Knecht, Geschäftsführer des Beamtenbunds MV: „Eine Kündigung würde ins Leere laufen, weil es vorher keine Abmahnungen gab.“ Allenfalls über Umwege könne das Land die braune Pädagogin loswerden. Das dauere mindestens ein Jahr. Bis dahin bekommt die Lehrerin weiter ihr volles Gehalt – und hat viel freie Zeit zum Demonstrieren.

Das Schweriner Bildungsministerium hat eine Lehrerin wegen Aktivitäten in der Neonazi-Szene beurlaubt. Die Pädagogin trat vergangenen Sonnabend in Boizenburg bei einer Demonstration „Nationaler Sozialisten“ als Rednerin auf. Laut Innenministerium waren Rechtextremisten aus ganz Norddeutschland angereist. Normalerweise unterrichtet die Lehrerin an der Grund- und Regionalschule in Vellahn (Landkreis Ludwigslust-Parchim).Fotos im Internet zeigen, wie die Frau ein Transparent trägt, mit einem Mann Händchen hält und mit Antje Mentzel plaudert, der Landesvorsitzenden des Rings Nationaler Frauen, einer NPD-Organisation.

Lehrerin soll öfter bei rechten Demos aufgetreten sein

In ihrer Rede widmete sie sich Beobachtern zufolge dem „Bevölkerungsaustausch“, einer bei Neonazis, Identitären und rechten AfD-Kreisen beliebten Verschwörungstheorie. Das Bildungsministerium wurde erst durch eine Anfrage des NDR auf die Sache aufmerksam. Die Grundschullehrerin soll zuvor bereits öfter bei rechten Demonstrationen aufgetreten sein. Ihre Schule wollte sich nicht äußern. Vergleichbare Fälle habe es bisher in MV nicht gegeben, teilten die Behörden mit.

OZ

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