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Reichsbürger bitten Rathaus-Mitarbeiter zur Kasse

Rostock/Stralsund Reichsbürger bitten Rathaus-Mitarbeiter zur Kasse

Mit einer neuen Masche versuchen die so genannten Reichsbürger Mitarbeiter in den öffentlichen Verwaltungen einzuschüchtern: Sie verschicken an die Bediensteten fiktive Schadensersatzforderungen von bis zu 20 000 Euro.

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Quelle: Jochen Lübke/dpa

Rostock/Stralsund. Beleidigungen, Bedrohungen und nun auch noch fiktive Schadensersatzforderungen: In den Rathäusern und Kreisverwaltungen im Land häufen sich nach Informationen der OZ Vorfälle mit so genannten Reichsbürgern. Die neueste Masche: Mit fiktiven Geldforderungen gegen Mitarbeiter versuchen die Rechten offenbar die Arbeit in den Ämtern zu behindern und die Bediensteten einzuschüchtern.

Allein im Rostocker Rathaus wurden bisher rund 30 Mitarbeiter Opfer dieser neuen Einschüchterungsversuche. Die Reichsbürger wehren sich mit diesen frei erfundenen Schadensersatzansprüchen gegen Entscheidungen der Stadt. „In einigen Fällen wurden von den Bediensteten Summen von 15 000 Euro und mehr gefordert“, sagt Andreas Bechmann, Abteilungsleiter im Rostocker Ordnungsamt.

Die Hansestadt habe die Fälle dem Kommunalen Schadensausgleich gemeldet, die Versicherung wehre die Forderungen ab. „Kein Mitarbeiter der Stadt wird eine solche Forderung bezahlen müssen“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Auch anderenorts sorgen Reichsbürger zunehmend für Ärger: Im Jahr 2016 hat der Landkreis Vorpommern-Rügen 130 solcher Fälle nach Schwerin gemeldet.

Andreas Meyer

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