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Rücktrittsforderungen an Caffier und Holter

Schwerin/Stralsund Rücktrittsforderungen an Caffier und Holter

Nach den schlechten Ergebnissen bei der Landtagswahl hat die Debatte über personelle Konsequenzen an der Basis von CDU und Linker begonnen.

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Die Spitzenkandidaten von CDU, Lorenz Caffier (l.), und Linke, Helmut Holter.

Quelle: Cornelius Kettler

Schwerin/Stralsund. Während die Spitzen von CDU und Linken mit dem Wahlsieger SPD über eine mögliche Regierungsbeteiligung reden, grummelt es an der Basis der beiden Parteien, die bei der Landtagswahl starke Verluste hinnehmen mussten.

Die Junge Union in Vorpommern-Rügen fordert nach dem schlechten Abschneiden der CDU den Rücktritt von Parteichef Lorenz Caffier. Das landesweite Abschneiden der CDU und die fehlende Eigenkritik der Verantwortlichen, vor allem von Spitzenkandidat Lorenz Caffier, seien keinesfalls erfreulich, sagte JU-Kreisvorsitzender Georg Günther am Montag.

Die Junge Union in Vorpommern-Rügen, die sich am Freitag zur Wahlauswertung traf, sei sich in dieser Einschätzung einig. Neben dem Rücktritt Caffiers müsse zudem die Landesgeschäftsstelle personell umgebaut werden. Zudem müsse der Landesteil Vorpommern in den neuen Fraktionsämtern besser vertreten sein.

Auch der Anklamer CDU-Stadtvertreter Bernd Wieczorkowski forderte in einem Zeitungsinterview den Rücktritt von Caffier. „Es kann nicht sein, dass in Schwerin bereits wieder Posten verteilt werden, als wäre nichts passiert“, sagte er. Aus dem schlechtesten Wahlergebnis aller Zeiten müssten jetzt Konsequenzen gezogen werden, speziell im Landesvorstand.

Die Union büßte 4 Prozentpunkte ein und landete bei 19 Prozent - hinter der AfD, die 20,8 Prozent erreichte. In Vorpommern verloren die Schwarzen drei Direktmandate an die Blauen.

In der Linken, die von der größten Oppositionskraft zur kleinsten Fraktion im Schweriner Landestag schrumpfte, wird heftig über den weiteren Weg und das künftige Spitzenpersonal diskutiert. Die von der Parteiführung angestrebte Regierungsbeteiligung wird an der Basis von vielen abgelehnt. „Seit 1998 geht es kontinuierlich bergab, mit immer den gleichen Leuten“, schreibt Falk Koop im sozialen Netzwerk Facebook. „Machen wir jetzt einfach genauso weiter wie bisher? Und zum Abschluss der Karriere vielleicht noch mal ein schönes Ministeramt obendrauf?“

dpa/OZ

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