Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Politik SPD-Mann bekommt Geld für leere Asyl-Unterkunft
Nachrichten MV aktuell Politik SPD-Mann bekommt Geld für leere Asyl-Unterkunft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:52 08.04.2016
Jörg Heydorn ist sozialpolitischer Sprecher der SPD im Schweriner Landtag. Quelle: Cornelius Kettler
Anzeige
Schwerin

Eine leer stehende Flüchtlingsunterkunft in Schwerin kostet das Land MV derzeit 4200 Euro pro Tag. Pikant: Die Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Stern-Buchholz wird von einer Firma des SPD-Landtagsabgeordneten Jörg Heydorn betrieben. Das ergaben Recherchen des NDR.

Kritik kommt von der Opposition: Die Kapazitäten in anderen Einrichtungen würden laut Linkspartei als Reserve ausreichen. Die Grünen kündigten eine Kleine Anfrage zu dem Vertrag an die Landesregierung an.

Heydorn sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, das Innenministerium habe den Vertrag mit seinem Unternehmen geschlossen, als der Flüchtlingszustrom enorm war.

Seit einiger Zeit steht das Objekt jedoch leer, weil die Flüchtlingszuwanderung stark abgenommen hat. Damit habe niemand rechnen können, sagte Heydorn. Sein Unternehmen habe Mitarbeiter für die Unterkunft angestellt, die nun auch bezahlt werden müssten. Der Vertrag mit dem Innenministerium läuft Heydorn und dem Ministerium zufolge bis zum 30. Juni.

Das Ministerium erklärte, die Einrichtung werde als Reservekapazität vorgehalten, um auf eventuell plötzlich steigende Flüchtlingszahlen kurzfristig reagieren zu können. Es werde aber geprüft, ob der Vertrag angepasst werden könne.

Heydorns Unternehmen ist laut NDR das einzige kommerzielle Unternehmen, das im Auftrag des Landes in der Flüchtlingsbetreuung aktiv ist. Bei den anderen handele es sich um gemeinnützige Organisationen.

Die Unterkunft hat eine Kapazität von 389 Betten.

Von Axel Büssem und dpa

Ein Großteil konnte aber im vergangenen Schuljahr durch Vertretungen aufgefangen werden.

05.04.2016

Entscheidet das Bundesverfassungsgericht gegen die Neonazis, verlieren sie auch ihre Mandate in Kreistagen und Stadtvertretungen.

01.04.2016

Wenn das Verfassungsgericht gegen die Neonazis entscheidet, würden sie ihre Mandate auch in Kreistagen und Kommunen verlieren / Nutznießer wären SPD und CDU

01.04.2016
Anzeige