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SPD-Mann kassiert für leeres Heim mehr als andere für volle

Schwerin SPD-Mann kassiert für leeres Heim mehr als andere für volle

Die Kritik an Sozialpolitiker Jörg Heydorn wächst – auch in der eigenen Partei. Das Innenministerium versichert: Vertrag ist zu Ende Juni gekündigt.

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SPD-Sozialpolitiker Jörg Heydorn verteidigt den Vertrag seiner Firma mit dem Land. Für ein leer stehendes Flüchtlingsheim erhält er pro Monat 1250000 Euro.

Quelle: Cornelius Kettler

Schwerin. Der SPD-Landtagsabgeordnete Jörg Heydorn gerät weiter unter Druck: Die Linken im Landtag fordern eine sofortige Beendigung des Vertrages für eine Flüchtlingsunterkunft in Schwerin, für die Heydorns Firma Comtact 125 000 Euro im Monat kassiert, obwohl seit fünf Monaten dort niemand wohnt (die OZ berichtete). „Dieser Zustand muss umgehend beendet werden“, so Peter Ritter. Dies gelte umso mehr, da Comtact nach einem Bericht des Magazins Panorama 3 je Flüchtling – wenn er denn da wäre – 70 Euro im Monat mehr erhalte als zum Beispiel die Malteser; gesichert per Pauschalvertrag.
Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hatte den Vertrag mit Heydorns Firma verteidigt. Dieser sei im Herbst 2015 abgeschlossen worden, um zu verhindern, dass Flüchtlinge im Freien übernachten müssen. Zum 30. Juni sei der Vertrag nun gekündigt. Die Zahlungsdifferenzen seien durch „unterschiedliche Rahmenbedingungen und Marktsituation entstanden“.
In Heydorns eigener Partei bröckelt der Rückhalt: Norbert Nieszery, SPD-Fraktionschef im Landtag, sagt: „Diese offensichtlich knallharten und auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Verhandlungen bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen bereiten mir als Sozialdemokrat unter moralischen Maßstäben großes Unbehagen.“Heydorn selbst verteidigte den Vertrag. Auch wenn keine Flüchtlinge da seien, müsse seine Firma ein Drei-Schicht-System mit Personal absichern.

Von Frank Pubantz

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