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Schwesig fordert mehr Anerkennung für Ostdeutsche

Schwerin Schwesig fordert mehr Anerkennung für Ostdeutsche

Anlässlich des 9. Novembers, der Tag des Mauerfalls, unterstreicht die Ministerpräsidentin von MV die Leistungen der Menschen für die gute Entwicklung Deutschlands.

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Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig.

Quelle: Jens Büttner/archiv

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat eine höhere Anerkennung für „die enormen Leistungen der ostdeutschen Menschen im vereinten Deutschland“ eingefordert. Diese würden bisher nur ungenügend gewürdigt, obwohl die Ostdeutschen entscheidend zur guten Entwicklung Deutschlands seit 1989 beigetragen hätten, erklärte die Regierungschefin am Mittwoch in Schwerin. Anlass war der Jahrestag des Mauerfalls.

Der 9. November 1989 sei einer der wichtigsten Tage in der jüngeren deutschen Geschichte. Er habe die Menschen in Ost und West wieder zusammengebracht und zur Deutschen Einheit geführt. Für die meisten Menschen in Ostdeutschland sei die Öffnung der Grenzen ein Aufbruch gewesen, und sie hätten ihre Zukunft mutig in die eigenen Hände genommen. Auch wenn sich viel entwickelt habe, bleibe noch viel zu tun. Als Beispiele nannte Schwesig die Rentenangleichung, höhere Löhne im Osten und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Das Datum 9. November sei jedoch nicht nur mit dem Aufbruch nach dem Mauerfall verbunden, sondern auch als „Tag der Schande“ in die Geschichte eingegangen. Mit der Zerstörung der Synagogen durch die Nationalsozialisten sei am 9. November 1938 die systematische Verfolgung und Ermordung der Juden in Deutschland eingeleitet worden. Daraus erwachse die Verpflichtung, Rechtsextremisten heute in die Schranken zu weisen.

Auch die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, erinnerte an das geschichtsträchtige Datum. Das Novemberpogrom der Nazis sei der Beginn unvorstellbarer Verbrechen gewesen, die in Krieg und dem Holocaust gipfelten. Der 9. November sei daher ein Tag des Erinnerns und des Mahnens, Hass und Gewalt entschlossen entgegenzutreten. Der 9. November 1989 hingegen habe gezeigt, zu was friedlicher Protest fähig ist. „Es waren die Bürgerinnen und Bürger der DDR, die sich gegen die reformunwillige und reformunfähige SED und Staatsführung wandten und grundlegende Veränderungen anstrebten.“

dpa/mv

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