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Sorge wegen Plänen für Atomendlager an der Ostsee

Schwerin Sorge wegen Plänen für Atomendlager an der Ostsee

Innenminister Caffier (CDU) hat sich besorgt über Pläne der finnischen Regierung zum Bau eines atomaren Endlagers in Küstennähe geäußert.

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Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Quelle: Jens Büttner/archiv

Schwerin. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat sich besorgt über Pläne der finnischen Regierung zum Bau eines atomaren Endlagers in Küstennähe geäußert. „In Anbetracht der Tatsache, dass in Finnland derzeit ein weiteres Endlager in unmittelbarer Ostseenähe gebaut wird (Olkiluoto), die beiden Standortvarianten Eurajoki und Pyhäjoki sich ebenfalls in Küstennähe befinden, und auch Schweden ähnliche Pläne hat, sollten die möglichen Auswirkungen auf die Ostsee stärker betrachtet werden“, forderte Caffier am Mittwoch in Schwerin. Er äußerte sich im Rahmen einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung.

Auf den Transport der atomaren Abfälle auf dem Seeweg sollte vollständig verzichtet werden, erklärte Caffier weiter. „Auch wenn das Gefahrgut in unfallsicheren Behältern transportiert werden soll, gibt es keine Nachweise oder Erfahrungsberichte darüber, welche Auswirkungen sich im Falle eines Unglücksszenarios ergeben.“ Bei den radiologischen Einwirkungen auf die Umwelt sollten nicht nur mögliche Störfälle betrachtet werden, sondern auch eventuelle Terrorakte, wie ein gezielter Flugzeugabsturz.

Außerdem sollte nach Auffassung des Landes beachtet werden, dass beide möglichen Standorte glazialen und tektonischen Bewegungen unterliegen. Es handele sich zwar um sehr langsame Prozesse, so Caffier. Es könnten aber Risse in den Felsen auftreten, in die das Endlager gebaut werden soll. „Dies sollte im weiteren Prüfverfahren von Finnland mitbedacht werden.“

dpa/mv

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